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08:03 04.10.2017
Vanessa Liebermann (links) und Kerstin Riepshoff erhalten Urkunden und Präsente für besondere Verdienste. Quelle: bus
BÜCKEBURG

„Das vergangene Sportjahr war wiederum durch außerordentliche Erfolge im Junioren-Bereich geprägt“, sagte Uwe Völkening während der im Jahnstadion tagenden Hauptversammlung. „Es gab aber auch die eine oder andere Herausforderung“, räumte der Vorsitzende ein.

Auf der Habenseite buchte der Vorstand vor allem die Kreismeisterschaft der DI, die Landesliga-Meisterschaft der AI, den Kreispokal-Sieg der C-Juniorinnen und das Projekt „Freizeitliga“. In der vorwiegend für acht bis 18 Jahre alte Spieler mit Migrationshintergrund gegründeten Gruppe sind bis zu 40 Spieler engagiert. „Sie hat dem Verein bereits sportlichen, aber vor allem auch gesellschaftlichen Nutzen gebracht“, betonte Völkening.

Bei den „Herausforderungen“ zielte der Vorsitzende in erster Linie auf den Herrenbereich ab. „Hier haben sich insbesondere in der U23 und bei der dritten Mannschaft die seit einiger Zeit fehlenden Zugänge aus der Jugend bemerkbar gemacht“, erläuterte der Berichterstatter. Letztlich sei die Abmeldung der Dritten vom Spielbetrieb unvermeidbar gewesen.

Kein Selbstläufer mehr

Insgesamt betrachtet sei Fußball kein Selbstläufer mehr, führte Völkening aus. Demografische Veränderungen und Umgestaltungen im Freizeitverhalten mit Auswirkungen auf die Vereine erforderten neue Ideen und Konzepte. In dieser Beziehung stellten die Freizeitliga und ein in Zusammenarbeit mit der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Schaumburg-Lippe organisiertes Hobbykicker-Turnier gute Ansätze dar.

Mit Blick auf die Finanzen führte der Vorsitzende aus: „Das wichtigste Gut eines Vereins ist eine nachhaltige Finanzpolitik, ohne die sportliche Leistungen auf Dauer nicht reifen können.“ Angaben von Schatzmeister Wolfgang Kumpf gemäß hat die Fußball-Abteilung im Berichtszeitraum rund 145000 Euro eingenommen und rund 168000 ausgegeben. „Derzeit befinden wir uns bei der Konsolidierung aber auf einem guten Weg“, hob Völkening hervor.

Unter dem Tagesordnungspunkt „Ehrungen“ stellte der Vorstand die Leistungen von Kerstin Riepshoff, Vanessa Liebermann und Horst Meier-Sünwold heraus. Schiedsrichterin Riepshoff hat 2016 im Anschluss an mehrere Lehrgänge beim Niedersächsischen Fußballverband in Barsinghausen die Qualifikation für die Frauen-Oberliga erhalten und sich Verdienste sowohl als Spielerin im VfL-Frauen-Team als auch als Trainerin im Junioren-Bereich erworben.

Auszeichnung für Liebermann

Liebermann wurde wegen ihrer Leistungen in der Frauenfußball-Abteilung ausgezeichnet. Darüber hinaus lobte der Vorstand ihren Einsatz bei der Organisation des Austausches mit der niederländischen Partnerstadt Bückeburgs, Zuidplas-Nieuwerkerk.

Meier-Sünwold erhielt den Fair-Play-Pokal als Anerkennung für sein langjähriges Engagement. Der 80-Jährige war unter anderem als Schatzmeister und Geschäftsführer des Gesamtvereins aktiv. Momentan zeichnet er für die Führung des Vereinsarchivs verantwortlich. „Und vor wenigen Wochen hat er des Weiteren sein Talent als Stadionsprecher unter Beweis gestellt“, merkte Völkening an.

Der Vorsitzende fand zudem anerkennende Worte für Schiedsrichter-Obmann Wolfgang Meier, der sein Amt nach 22 Jahren an Volker Pfeiffer weitergab. „Schiedsrichter sind ein wichtiger Bestandteil des Fußballsports, ohne sie geht es nicht“, hielt Völkening fest. bus