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Bückeburg Stadt Preis liegt 15 Prozent über dem Vorjahr
Schaumburg Bückeburg Bückeburg Stadt Preis liegt 15 Prozent über dem Vorjahr
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00:17 27.02.2016
Zufriedene Gesichter im Kreis von Forstleuten und Waldbesitzern: Manfred Quer (vorne, Zweiter von rechts), Lothar Seidel, Leiter des Kreisforstamtes Spießingshol (hinten, rechts), und Christian Weber, Forstdirektor des Fürstlichen Forstamtes Bückeburg (vorne, links). Quelle: wk
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Meinsen

Insgesamt 17 Bieter aus Deutschland und Polen hatten in Summe 2000 Gebote auf das in 358 Losen offerierte Wertholz abgegeben, berichtete Manfred Quer, Geschäftsführer der Schleswig-Holsteinische Holzagentur GmbH (HOAG). Im Schnitt entfielen auf jedes Los 5,6 Gebote, wobei auf besonders hochwertige Stämme sogar bis zu 16 Gebote abgegeben wurden. Ebenfalls erwähnenswert ist, dass vier Lose einen Höchstbetrag von mehr als 750 Euro je Festmeter und 152 Lose ein Maximalgebot von mehr als 500 Euro je Festmeter erzielten.

 Zum Vergleich: An der Holzsubmission des Vorjahres hatten 15 Bieter teilgenommen, seitens der auf 103 Lose Gebote in Höhe von mehr als 500 Euro pro Festmeter abgegeben worden waren, was bereits ein sehr gutes Ergebnis gewesen war.

 Bei der jetzigen Holzsubmission, für die die mehrere Meter langen Laubholzstämme zur Besichtigung an dem im Schaumburger Wald gelegenen „Holzlagerplatz Meinser Kämpen“ aufgereiht präsentiert waren, erzielte die Eiche einen „phantastischen Durchschnittspreis“ von 500 Euro je Festmeter (Vorjahr: 434 Euro) und damit „15 Prozent mehr als im hervorragenden Vorjahr“.

 Das – bezogen auf den gezahlten Festmeterpreis – höchste Gebot entfiel auf einen 1,79 Festmeter messenden Eichenstamm, den das Fürstliche Forstamt Bückeburg im Forstrevier Landwehr geerntet hatte. Für ihn, der zu edlen Furnieren verarbeitet wird, wurden 2045 Euro gezahlt – also 1142 Euro pro Festmeter (Vorjahres-Bestmarke: 650 Euro). Den teuersten Einzelstamm steuerte das Kreisforstamt Spießingshol bei: einen 5,73 Festmeter starken, im Forstrevier Pollhagen geschlagenen Eichenstamm, der für 3025 Euro (Vorjahr-Bestmarke: 2990 Euro) den Besitzer wechselte – und pro Festmeter 528 Euro einbrachte.

 Alles zusammen addiert wurden bei der Holzsubmission rund 605 Festmeter Wertholz (Vorjahr: 821 Festmeter) versteigert – darunter 288 Festmeter aus dem Bestand des Fürstlichen Forstamtes und 218 aus dem Bestand des Kreisforstamtes Spießingshol. Kleinere Partien stammten von der Forstgemeinschaft Wiedensahl (31 Festmeter), vom Stadtforst Rehburg (34 Festmeter) und von der IF Winzlar (35 Festmeter). Den Großteil machte Eichenstammholz aus, nämlich gut 574 Festmeter (Vorjahr: 712 Festmeter), während sich Eschen-, Roteichen-, Ahorn- und Birkenstammholz auf 32 Festmeter summierten.

 Dass die Angebotsmenge aktuell um etwa 115 Festmeter geringer war als im Vorjahr, erklärte Quer damit, dass die fünf Forstämter ihre Wälder nachhaltig bewirtschaften. Trotz der großen Nachfrage habe man daher nicht mehr solche alten Baumriesen aus den Forstbeständen entnehmen können.

 Käufer des aus dem Schaumburger Wald geholten Wertholzes seien Sägewerke, die daraus Schneideholz für die Möbelindustrie oder Fußbodendielen herstellen. Besonders sei, dass unter den Bietern fünf Furnierhersteller seien, die mit hochpreisigen Geboten um die besten Stämme gekämpft hätten.

 Unterm Strich brachte die Holzsubmission den Waldbesitzern laut Quer 287000 Euro (Vorjahr: 303000 Euro) ein. wk

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