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Premiere bei Traumwetter

Jüngste Jagdherrin der Geschichte Premiere bei Traumwetter

Gelungene Premiere für Laura Kellermeier: Erstmalig hat die 22-Jährige als Jagdherrin die Herbstjagd der Bückeburger Schleppjagd- und Fahrsportfreunde angeführt.

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Mit dem Gruß „Waidmannsdank“ erhalten die Teilnehmer von Laura Kellermeier (links) und Thorsten Mönchmeyer den Bruch.

Quelle: jp

BÜCKEBURG. Bei traumhaftem Spätsommerwetter führte die Route für die Reiter sowie die ihnen voran stürmende Böhmer Harrier Meute wie in jedem Jahr vom Schloss durch die Hofwiesen und dann über das Gelände des Truppenübungsplatzes, auf der zuvor die Route über sieben sogenannte Schleppen vorbereitet worden war. Zum Abschluss der Jagd, dem traditionellen Halali, trafen Reiter und Zuschauer, die der Jagd auf Treckeranhängern gefolgt waren, auf der Mausoleumswiese ein.

 Auch wenn die Bückeburger Herbstjagd mit Kellermeier die sicherlich jüngste Jagdherrin in ihrer Geschichte erlebt hat, so ist die 22-Jährige aus Päpinghausen doch in Sachen Reitsport ein alter, erfahrener Hase. Seit ihrem fünften Lebensjahr sitzt sie im Sattel, und seit fünf Jahren bereits reitet sie bei den Bückeburger Schleppjagd- und Fahrsportfreunden mit.

 Bei dieser Gruppierung, die auch als „Jagdreiter Bückeburg“ im Internet zu finden ist, handelt es sich im Übrigen nicht um einen Verein, sondern – laut Eigenbeschreibung – um einen losen Zusammenschluss von Idealisten, die sich die Erhaltung der historischen Jagd hinter einer Hundemeute verschrieben hat.

 Lebendiges Wild wird dabei nicht gejagt – das wäre schon allein aus gesetzlichen Gründen gar nicht möglich – vielmehr folgen die Hunde einer zuvor ausgelegten Fährte, der sogenannten Schleppe, und ihnen auf Schritt und Tritt die Reiter. Seit 2011 lassen sich die Bückeburger Jagdreiter dabei von der Böhmer Harrier Meute aus Drakenburg anführen. Zuvor hatten die Foxhounds der Lipperlandmeute diese Aufgabe verrichtet.

 Begrüßt wurden Teilnehmer und Gäste der Jagd von der Jagdherrin und von Thorsten Mönchmeyer, Master der Böhmer Harrier Meute, vom Balkon des Bückeburger Schlosses. Für die musikalische Begleitung sorgte dabei wie in jedem Jahr die Parforcehorn-Bläsergruppe „Rallye Trompes des Landes“. Mit 40 Reitern fand die Herbstjagd in diesem Jahr wieder die schon aus den meisten Vorjahren gewohnte Resonanz, während vor einem Jahr die Teilnehmerzahl ziemlich rapide auf nur noch 30 eingebrochen war. Äußerst dünn besetzt war allein die Equipage der Böhmer Harrier Meute, und das aus einem mehr als ärgerlichen Grund: Zahlreiche ihrer Mitglieder standen auf dem Weg nach Bückeburg stundenlang auf der A2 im Stau. Thorsten Mühlmeister: „Zur Zeit macht es wirklich keinen sonderlich großen Spaß, auf Deutschlands Straßen Auto zu fahren.“

 Eine überglückliche und stolze Laura Kellermeier konnte beim Halali auf der Mausoleumswiese den Teilnehmern den traditionellen Bruch überreichen. Ohne jegliche Stürze oder sonstige Zwischenfälle war die Jagd zu Ende gegangen, und das wie in fast jedem Jahr bei spätsommerlichem Traumwetter. Den Abschluss bildete das traditionelle Jagdessen im Bückeburger Tennisheim am Schlosspark. jp

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