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Premiere für die Gespenstergeschichten

Bückeburg: Musik und Lesung Premiere für die Gespenstergeschichten

„Ich heule laut und fürchterlich“: Vor einem kleinen aber feinen Publikum hat jetzt in den Räumen der Sparkasse Schaumburg die Premiere der „Schaumburger Gespenstergeschichten“ stattgefunden.

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 Stephan Winkelhake zeigt den Kindern, wie Geräusche gemacht werden.

Quelle: mig

Bückeburg. Autorin Marlies Kuhlmann und Rezitator Frank Suchland wechselten sich beim Sprechen ab – Sängerin Jessica Blume und „Geräuschemacher“ Stephan Winkelhake sorgten für den musikalischen Teil.

 Es sind unterhaltsame, teilweise spannende Geschichten, die Kuhlmann da geschrieben hat. Hauptfigur ist ein Nachtgespenst namens Caroline von Arensburg, das in einer Truhe haust und bei Vollmond gerne über die Aue und quer durchs Schaumburger Land schwebt. Suchland charakterisiert Caroline so: „Wer den Titel liest, könnte denken, dass Caroline gruselig ist, aber das ist sie nicht, im Gegenteil: Sie ist nett, singt unheimlich gerne, schaukelt, sie macht all das gerne, was ihr auch macht, nur treffen könnt ihr sie kaum, weil ihr schlaft, wenn sie wach ist.“

 Dabei erlebt das kleine Gespenst lustige Abenteuer, entdeckt geheimnisvolle Orte und begegnet interessanten Figuren vom drolligen Waschbären bis hin zum Wachtelkönig und den Fledermäusen. Dann, eines Nachts, macht Caroline eine schreckliche Entdeckung: Ihre Kiste steht nicht mehr auf der Arensburg. Ein Mann, der Besitzer des Gestüts Fasanenhof, hat ihre „Wohnung“ gekauft und sie nach Meinsen mitgenommen. Was soll Caroline jetzt machen?

 Wie all das als Hörbuch klingt, davon vermittelte die Veranstaltung einen guten Eindruck. Vor allem Suchland glänzte dabei einmal mehr als wandlungsfähiger Rezitator. Allein mit seiner Stimme kann er eine Figur – egal, ob Mädchen oder Ente – zum „Leben“ erwecken. Zumindest in der Phantasie nehmen die einzelnen Charaktere so Gestalt an, manchmal reicht schon ein Wort, eine Geste. Suchland, das wird auch in dieser Produktion ganz deutlich, ist ein Meister der Stimme, oder besser gesagt ein Meister Tausender Stimmen.

 Ein ähnliches Lob verdient Sängerin Blume, die das Gespensterlied singt („Ich heule laut und fürchterlich“) und dabei die Stimme eines kleinen (Gespenster-)Mädchens nachahmt. Und dann waren da natürlich die Geräusche und Melodien von Tonmeister Winkelhake, an denen die Mädchen und Jungen viel Spaß hatten. „Boing, Klimper, Klirr“ – jede Szene hatte eine eigene Untermalung –, und nach der Lesung gestattete Winkelhake den Kleinen sogar selbst Hand anzulegen und Töne zu produzieren.

 Autorin Kuhlmann bedankte sich bei allen Beteiligten und vor allem bei Suchland mit den Worten: „Ich habe mich sehr gefreut, dass Herr Suchland und die anderen etwas so Schönes daraus gemacht haben. Bisher lagen die Geschichten nur in der Schublade: „Schön, dass sie jetzt zu kaufen sind.“  mig

  •  Die Doppel-CD (84 Minuten) mit dem von Anne Rikta Grobe gestalteten Cover ist im „ContraPunkt Hörbuchverlag“ erschienen – Kostenpunkt dank einer großzügigen Unterstützung der Sparkasse Schaumburg: 11,90 Euro.
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