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Bückeburg Stadt Premium-Eiche bringt Rekordumsätze
Schaumburg Bückeburg Bückeburg Stadt Premium-Eiche bringt Rekordumsätze
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00:24 09.03.2015
Lothar Seidel (Dritter von rechts), Christian Weber (Vierter von rechts), Manfred Quer (rechts) und Vertreter der an der Holzsubmission beteiligten Schaumburger Forstbetriebe präsentieren Eichen-Wertholz aus der Region. Quelle: wk
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Bückeburg

Offeriert worden war am Holzlagerplatz „Meinser Kämpen“ in erster Linie Eichenstammholz (720 Festmeter), aber auch 100 Festmeter hochwertiges Stammholz anderer Baumarten (Esche, Bergahorn, Kirsche, Roteiche, Ulme, Roterle und Hainbuche). Das berichtete der Kreisforstamtsleiter Lothar Seidel anlässlich der offiziellen Bekanntgabe des Ergebnisses. Bei der „Eiche in Premium-Qualität“ sei damit zum dritten Mal in Folge ein Rekordergebnis eingefahren worden. So habe man für die Eichenstämme einen Netto-Durchschnittspreis von 434 Euro pro Festmeter erhalten, was einer Steigerung von vier Prozent gegenüber dem durchschnittlichen Verkaufspreis des Vorjahres (netto 417 Euro) entspreche.

 „In unserem Bereich – sprich: in der Forstbranche – ist das spektakulär“, betonte HOAG-Geschäftsführer Manfred Quer. Ebenso sei der „über alle Holzarten und Sortimente“ erhaltene Netto-Durchschnittspreis von rund 403 Euro (13 Prozent mehr gegenüber dem Vorjahr) „ein Top-Ergebnis.

 Ergänzend erläuterte der Experte, dass rund 91 Prozent der im Rahmen der Holzsubmission angebotenen Stammabschnitte an die jeweiligen Höchstbietenden verkauft wurden. Der Rest werde dagegen im Zuge eines so genannten „Nachverkaufes“ veräußert. Verwendung finde das Holz in der Herstellung hochwertiger Möbel und Landhausdielen sowie etwa Furnierholz.

 Den teuersten Eichenstamm hatte das Fürstliche Forstamt Bückeburg in das Portfolio eingebracht: 2990 Euro netto wurden für den 4,6 Festmeter starken Stammabschnitt gezahlt, woraus sich ein Netto-Preis pro Festmeter in Höhe von 650 Euro errechnet. Der mit insgesamt elf schriftlichen Geboten am meisten „umkämpfteste Stamm“ hatte indes das Kreisforstamt beigesteuert. Den bei der diesjährigen Holzsubmission verzeichneten Gesamterlös aus dem Verkauf des Eiche-Wertholzes bezifferte Seidel auf 284500 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer.

 „Unsere Forstwirtschaft ist kein Raubbau“, merkte Revierförster Peter Herz (Revierförsterei Landwehr des Fürstlichen Forstamtes Bückeburg) an. Schließlich investiere man im Sinne einer nachhaltigen Forstwirtschaft sehr viel Geld in den Wald. So habe beispielsweise allein das Fürstliche Forstamt Bückeburg in den vergangenen 15 Jahren mehr als eine Million junger Eichen gepflanzt, um die Zukunft ihrer Eichenwälder zu sichern. „Das sind Dimensionen, die sich viele Menschen gar nicht vorstellen können.“ wk

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