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Radfahren liegt voll im Trend

Sattelfest Radfahren liegt voll im Trend

Eine Großveranstaltung unter freiem Himmel steht und fällt mit dem Wetter. Insofern hat die Stadt Bückeburg Glück gehabt, dass sich dies am Sonntag von seiner freundlichen Seite gezeigt hat, war der Sonnenschein doch der passende Rahmen für das von der Stadt ausgerichtete „Sattelfest“.

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Dicht drängen sich die Zuschauer und Kaufinteressenten vor dem Absperrgitter, um die bei der Versteigerung im Rahmen des „Sattelfestes“ feilgebotenen Fahrräder in Augenschein nehmen zu können.

Quelle: wk

Bückeburg. Es war ein Event rund ums Radfahren, das zahlreiche Fahrradfans und solche, die es vielleicht mal werden, in die City lockte.

 Dabei zeigte sich Bettina Remmert, Wirtschaftsförderin bei der Stadtverwaltung, mit der Resonanz recht zufrieden: „Die große Besucherzahl beweist, dass das Interesse am Radfahren nach wie vor ungebrochen ist“, resümierte sie. Zudem wies sie darauf hin, dass sich zu der angebotenen Fahrradtour auf einem rund 30 Kilometer langen Teilstück des neu ausgearbeiteten Radwanderweges „Weserschleife Bückeburg“ gut 60 Teilnehmer angemeldet hatten, was ebenfalls ein gutes Ergebnis sei.

 Gründe, zum „Sattelfest“ zu kommen, gab es genug. So präsentierten sich auf dem Marktplatz beispielsweise mehrere Fahrradhändler mit einem Ausschnitt aus ihrem Zweirad-Sortiment, darunter auch diverse E-Bikes. Rege angesteuert wurde zudem der Stand der Bückeburger Polizei, die nicht müde wurde, von den Eigentümern vorgestellte Fahrräder mit einer individuellen, 15-stelligen Zahlen- und Buchstabenkombination zu versehen und dann zu registrieren, um so Diebe abzuschrecken. Denn anhand des in den Fahrradrahmen eingravierten Codes lässt sich der rechtmäßige Besitzer feststellen.

 

 Die Polizeibeamten waren überdies aber auch Anlaufstelle für jene Besucher, die sich als Radfahrer über im Straßenverkehr erlebte Gefährdungen durch Autofahrer und andere Ärgernisse beklagten. Dass sich Verkehrsteilnehmer zu Lasten anderer rücksichtslos verhalten, liege vor allem „an der immer weiter verloren gehenden gegenseitigen Rücksichtnahme, berichtete die Polizeioberkommissarin Swintha Burmester. „Jeder nimmt sich den Raum des Nächstschwächeren.“ Bedeutet: Autofahrer nehmen keine Rücksicht auf Radfahrer, und Radfahrer nehmen keine Rücksicht auf Fußgänger – worüber sich Letztere nämlich oftmals ebenfalls beklagen würden.

 

 Nicht auf die Geschwindigkeit, sondern aufs Durchhalten kommt es bei dem Radsport an, den der bis vor einigen Monaten noch in Bückeburg beheimatete, jetzt in Minden wohnende „Randonneur“ Max Holz frönt. Über seine Passion hielt er zwei Vorträge im Hubschraubermuseum: Der aus dem Französischen stammende Begriff „Randonneur“ bedeute frei übersetzt „Radwanderer“, erklärte der 51-jährige Krankenpfleger. Allerdings gehe es darum, „sparsamst organisierte Radtouren von 200 bis weit mehr als 1000 Kilometer Länge“ zu absolvieren. Wobei diese Strecken – im Szenejargon „Brevet“ genannt – möglichst „ohne Unterbrechung an einem Stück“ gefahren werden.

 Für ein 600 Kilometer langes Brevet brauche er bei einem Durchschnittstempo von moderaten 15 Stundenkilometern circa 40 Stunden – ohne eine Schlafpause einzulegen wohlgemerkt. Bei längeren Touren wie etwa dem rund 1200 Kilometer langen „Paris-Brest-Paris“-Brevet, das er in 69 Stunden und 23 Minuten gemeistert habe, habe er indes auch mal „zwei bis drei Stunden Kurzschlaf“ eingelegt. Warum er diesen Sport betreibt? „Die Motivation ist, das durchzuhalten“, verriet Holz.

 

 Wem derlei Aktivitäten zu stressig waren, der kam beim „Sattelfest“ möglicherweise auf den Geschmack, am Stand der „Time To Team GmbH“ (Springe) mit einem Segway herumzukurven. Und zwar auf einem von deren Mitarbeitern mit Pylonen abgesteckten Parcours.

 Ein Segway ist ein von Elektromotoren angetriebenes, sich selbst ausbalancierendes, einachsiges Gefährt mit zwei Rädern, das mittels Gewichtsverlagerung gesteuert wird. Zwar hat es mit dem Fahrrad-Thema nichts zu tun. Weil es aber grob als Zweirad bezeichnet werden kann, passte es irgendwie doch dazu. wk

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