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Bückeburg Stadt Rasierschaum und Rennmäuse
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00:16 17.10.2013
Kinder beim Luftballonrasieren. Quelle: mig
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Bückeburg

„Wo sind die denn?“ Die siebenjährige Julia ist enttäuscht. Ihr Vater hatte doch gesagt, dass es hier Stabheuschrecken gibt. Und jetzt? Weit und breit nichts zu sehen. „Hier ist nichts“, quengelt die frischgebackene Grundschülerin. Oder etwa doch? Es ist nur eine leise Bewegung, die da im Terrarium stattfindet, aber Julia hat scharfe Augen.

„Ich sehe eine“, quiekt sie begeistert und deutet aufgeregt auf den kleinen Ast direkt vor ihr. Ein Ast? Eben nicht. Jetzt, wo der Standort bekannt ist, entpuppt sich der vermeintliche Stock als dürre Stab-Heuschrecke. Julia hat recht behalten und so eine der Aufgaben des Schmeichel’schen Tier- und Pflanzenrätsels im naturwissenschaftlichen Raum der IGS Immanuel gelöst.

Von der Mongolischen Wüstenrennmaus bis zur Australischen Gespensterschrecke warteten zahlreiche Überraschungen auf die Besucher. Ziel, so Lehrer Thomas Schmeichel, sei es, das eigene Wissen zu erweitern und die Beobachtungsgabe zu schärfen.

„Meine Tochter hat schärfere Augen als ich“, bekennt Vater Thomas Wehmeyer bei der Suche nach den „Wandelnden Blättern“. „Ich seh hier nur Laub.“

Einen Raum weiter sorgte die umfangreiche Ausstattung an Legotechnik für einen Aha-Effekt. Kaum zu glauben, was die kleinen Baumeister alles zusammenstecken – ein elektrischer Motor eröffnet ungeahnte Möglichkeiten.

Mindestens genauso viel Spaß haben die Kinder an der „Luftkanone“, die sogar zwei Meter entfernt Plastikflaschen umstürzen lässt. Wie’s funktioniert? Eigentlich ganz einfach: Einmal auf die mit einer Öffnung versehene Tonne schlagen und so einen „Luftring“ in Bewegung setzen.

Physik zum Staunen und zum Nachmachen – MacGyver hätte am Schulfest der Grundschule und der Integrierten Gesamtschule seine helle Freude gehabt. Hinzu kommen Angebote wie Luftballonrasieren mit echtem Rasierschaum, texanisches Leiterwerfen und ein Waveboard-Parcours, Sackhüpfen, Dosenwerfen und Dreibeinlauf. So macht Schule richtig Laune.

Und die Eltern? Die ließen sich im Gebäude über das Konzept der IGS informieren. Wichtig ist der Schule der persönliche Bezug zum Kind.

Schon an der Schultür werden die Schüler von Schulleiterin Raupach persönlich und mit Handschlag begrüßt. Ein weiteres Augenmerk liegt auf einem ausgeglichenen Leistungsniveau. Die Zahl der Schüler mit Hauptschul-, Realschul- und Gymnasialempfehlung ist immer ungefähr gleich. Weitere Merkmale sind das Fördern und Fordern in kleinen Lerngruppen, fächer- und jahrgangsübergreifende Lernmodule und offene Unterrichtsformen.mig

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