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Rechte und Linke beharken sich mit Aktionen

Bückeburg / „Mahnwache“ Rechte und Linke beharken sich mit Aktionen

Am Sonnabendvormittag hatte eine größere Gruppe von Neonazis eine „Mahnwache“ auf dem Bückeburger Marktplatz durchgeführt und anschließend Flugblätter im Stadtgebiet verteilt.

Bückeburg. Was am Nachmittag die linksautonome Szene auf den Plan rief, die mit einer Spontanaktion und dem Verteilen von Flugblättern auf die morgendliche Aktion reagierte.

 Am späten Nachmittag sollen nach Angaben der Autonomen Antifa Bückeburg rund 30 erwachsene Männer mehrere Jugendliche etwa 300 Meter entfernt vom Polizeikommissariat attackiert haben. Die Jugendlichen flüchteten in ein Lokal, eine direkte Konfrontation sei nur mithilfe des Personals verhindert worden. Die Polizei hat nach eigenen Angaben keine Kenntnis von diesem Vorfall.

 Die Polizei hatte massiv Kräfte zusammengezogen, darunter Beamte des Fachkommissariats 4 Staatsschutz der Polizeiinspektion Nienburg-Schaumburg. Sie begleiteten und überwachten die Aktionen. Nach Angaben der Polizei waren auf jeder Seite etwa 25 bis 30 Männer und Jugendliche beteiligt. Insgesamt wurden bei mehr als 20 Personen die Personalien überprüft. Aufseiten der Neonazis wurden vier Jugendliche festgestellt, die an ihre Eltern übergeben wurden, heim zu Mami. Nach Angaben der Polizei waren unter den Neonazis Aktivisten der Neonazi-Gruppierung Westfalen-Nord und der „Nationalen Sozialisten Bückeburg“. Am gleichen Tag fanden auch rechtsradikale Aktionen unter anderem in Minden, Hannover und Detmold statt.

 Die Polizei Bückeburg hatte am Sonnabendmorgen eine Zusammenrottung von etwa 25 Neonazis auf dem Parkplatz des Penny-Marktes festgestellt – sieben Autos mit je vier Insassen besetzt. Fast zeitgleich rief ein 24-Jähriger bei der Polizei an, um eine Mahnwache auf dem Marktplatz und die Verteilung von Flugblättern in der Innenstadt anzumelden. Der 24-Jährige wurde auf dem Parkplatz angetroffen und kontrolliert – wie weitere 14 Gesinnungsgenossen. Ein Auto wurde stillgelegt, da er keinen Versicherungsschutz hatte. Die Aktion in der Innenstadt war nach Angaben der Polizei gegen 13 Uhr beendet.

 Natürlich hatte die Antifa von der Aktion der Neonazis Wind bekommen und antwortete gegen 15 Uhr mit circa 25 bis 30 Teilnehmern mit einem Transparent und schnell gedruckten Infoblättern auf die Aktion der Neonazis am Morgen. Geschäftsinhaber und Passanten seien über das Geschehen am Morgen in der Fußgängerzone aufgeklärt worden.

 Die Polizei stellte nach eigenen Angaben die Personalien von vier Beteiligten der autonomen Szene fest, der Rest entfernte sich beim Herannahen der Polizei. Zum Zeitpunkt der Verfolgungsjagd gegen 17 Uhr seien die Beamten noch in der Innenstadt mit Streifen und Einsatzwagen präsent gewesen, so eine Polizeisprecherin. Weder hätten sie eine Zusammenrottung von 30 Männern bemerkt, noch seien entsprechende Hinweise im Polizeikommissariat eingegangen.

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