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Bückeburg Stadt Resonanz wird immer geringer
Schaumburg Bückeburg Bückeburg Stadt Resonanz wird immer geringer
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10:43 19.02.2018
Weniger Gäste, aber gute Stimmung und tolle Kostüme: diese beiden Mädels haben im Rathaussaal sichtlich Spaß.  Quelle: jp
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BÜCKEBURG

 Was nicht wenige – auch und gerade in den Reihen der Gäste – bedauerten: Denn an Beschallungs- und Lichttechnik hatten es die BDT-Mannen erneut nicht mangeln lassen, um im Rathaussaal die Nacht zum närrischen Tag zu machen. Und auch Ratskeller-Wirtin Jennifer Mohme-Xhata, erstmalig in der Rolle der gastronomischen Gastgeberin des Narren-Aufgalopps, hatte es an nichts fehlen lassen.

Einst weit über1000 Gäste

 Diejenigen, die gekommen waren, ließen es auch weder an ausgelassener Feierfreude noch an fantasievollen Verkleidungen fehlen: „Wir lassen uns doch die Laune nicht verderben!“ schien als allgemeines Motto ausgegeben und in die närrische Tat umgesetzt zu werden. Für die passenden Beats sorgte dabei an den Reglern nicht nur Stamm-DJ Fynn Lennox, sondern mit Frank Maciejewski alias „DJ Matzi“ auch eine echte Legende der heimischen Partyszene: Seit genau 30 Jahren legt der Bückeburger bei BDT auf, das erste mal 1988 bei einer großen Rathaussaal-Fete für den VfL Bückeburg, und kurz darauf auch an jenem denkwürdigen 6. Februar 1989, als sich bei der Rosenmontagsparty im Rathaussaal weit über 1000 Gäste – einige Berichterstatter sprachen sogar von bis zu 2000 – tummelten. Wovon die Veranstalter heute nur noch in melancholischen Erinnerungen schwelgen können.

 Woran liegt’s, dass das einstmals so ungemein beliebte Party-Glanzlicht, einsamer Stern am Firmament heimischer Rosenmontags-Veranstaltungen, seine Strahlkraft von Jahr zu Jahr mehr einbüßt? Irgendeine Art von Konkurrenzveranstaltung ist nach wie vor nicht in Sicht, und die Erklärung, es fehle in Bückeburg einfach an ausreichend Blindow-Schülern und Bundeswehrsoldaten, aus denen sich früher ein Großteil der Gästeschar rekrutierte, greift sicherlich zu kurz.

Verändertes Freizeitverhalten

 Schon im vergangenen Jahr hatte BDT-Chef Marinus Kienzl generell veränderte Gewohnheiten im Freizeitverhalten heutiger junger Leute ausgemacht, verglichen mit Zeiten Ende der achtziger- und Anfang der neunziger Jahre, als am Rosenmontag lange Schlangen vor dem Rathaussaal auf Einlass warteten und spätestens ab 21 Uhr im Saal kaum noch ein Durchkommen war.

 Insbesondere die Tatsache, dass auf Grund der veränderten Arbeitswelt heute immer seltener unter der Woche abends weggegangen wird, scheint da eine maßgebliche Ursache zu bilden – ein Umstand, der gerade die Rosenmontagsfete trifft. Wie dem zu begegnen ist? Ein zündendes Patentrezept scheinen Kienzl und seine Mitstreiter trotz technisch perfekter Organisation und Ausstattung noch nicht gefunden zu haben. jp

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