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„Rosige Zeiten auch für uns“

Bückeburg / Warnstreik „Rosige Zeiten auch für uns“

„Rosige Zeiten auch für uns!“ – unter diesem Motto sind die Beschäftigten des Krankenhauses Bethel in Bückeburg am kommenden Donnerstag, 3. Mai, zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen. „6,3 Prozent mehr Lohn in den nächsten 24 Monaten im öffentlichen Dienst, das wollen wir auch“, so die Forderung der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di.

Bückeburg (rc). Nachdem die Verhandlungen im vergangenen Jahr ergebnislos beendet worden waren, haben die Beschäftigten auch im Krankenhaus Bethel keine Lohnsteigerungen mehr erhalten. Sie fordern seitdem einen Tarifvertrag und angemessene Lohnsteigerungen, um nicht als „Arbeitnehmer zweiter Klasse abgehängt zu werden“, so Gewerkschaftssekretärin Aysun Tutkunkardes. Denn: „Die Kirche verweigert ihnen auch das Grundrecht auf Streik.“

„Insbesondere im Krankenhaus Bethel ist eine hohe Bereitschaft zu spüren, bis zum Letzten zu kämpfen. Diesmal werden die Kollegen einen ganzen Tag streiken, aber auch längere Streikzeiten sind durchaus vorstellbar“, die Gewerkschaftssekretärin weiter. Sollte es nämlich bis zum Einzug in den Klinikum-Neubau keinen Tarifvertrag für die Bethel-Beschäftigten geben, dann würden sie zwar im neuen Klinikum die gleiche Arbeit machen, dafür aber deutlich schlechter entlohnt.

Und auch für die dann ehemaligen Beschäftigten der Krankenhäuser des Landkreises bestehe die Gefahr, dass sie nach einer Übergangszeit zu den Konditionen des kirchlichen Trägers weiter beschäftigt werden. Für die zukünftig neu eingestellten Beschäftigten gelte indes weder der kirchliche Vertrag noch der Tarifvertrag öffentlicher Dienst in der Nachwirkung. Ihnen können deutlich schlechtere Arbeitsverträge angeboten werden.

„Wir warnen davor, die Schere noch weiter auseinander klaffen zu lassen. Je länger die Kollegen im Krankenhaus Bethel keine Lohnsteigerungen bekommen, desto schwieriger wird später eine Angleichung. Das ist sozialer Sprengstoff im neuen Klinikum, das sollte unbedingt vermieden werden“, sagt Aysun Tutkunkardes.

„Wir fordern deshalb die Geschäftsführung auf, ihre Blockadehaltung aufzugeben und den Weg für faire Tarifverhandlungen freizumachen“, sagte die Gewerkschaftssekretärin. Das evangelische Krankenhaus Oldenburg hat es schließlich vorgemacht“, so Peter Bigalke, Beschäftigter im Krankenhaus Bethel und Vorsitzender der Mitarbeitervertreter.

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