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Rückgang bei Ausleihen und Nutzern

Stadtbücherei Bückeburg Rückgang bei Ausleihen und Nutzern

Die Stadtbücherei der Ex-Residenz hat im vergangenen Jahr einen deutlichen Rückgang der Nutzer und der Ausleihen verzeichnen müssen. Die Gründe dafür liegen allerdings auf der Hand.

Bückeburg. Die Ausleihen sanken von 91421 Ausleihen auf 83152, die Zahl der Benutzer von 1587 auf 1449. Als Grund nannte Bücherei-Leiterin Kathrin Bormann in ihrem Jahresbericht vor dem Ausschuss für Kultur und Tourismus die fünfwöchige Schließung der Bücherei im Herbst 2014 für Renovierungsarbeiten. Der Herbst mit seinen Herbstferien ist in der Regel eine ausleihestarke Zeit. Außerdem gab es Umstellungen bei den Nutzerkarten. Insgesamt 21620 Medien können ausgeliehen werden. Die Umsatzquote lag fast unverändert bei 3,8.

Das ganze Jahr 2014 sei durch die Umarbeitung des Sachbuchbestandes von der systematischen Aufstellung zur Interessenkreis-Aufstellung geprägt gewesen. Insbesondere die Schließungszeit wurde genutzt, um diese Arbeit zu erledigen. Obwohl: Sachbücher sind kaum noch gefragt, wie Bormann feststellte. Aktuelle Bücher zum Zeitgeschehen würden in der Regel nur drei- bis viermal ausgeliehen: „Dann stehen sie im Regal.“ Bücher zu Geschichte, Politik oder Gegenwart spielten – weil sich im Internet informiert wird – kaum noch eine Rolle. Das sei mit ein Grund, warum Sachbücher kaum noch angeschafft werden. Vielmehr folgt die Bücherei den Trendthemen wie Vegan, Garten, Kochen oder Dekoration. Oder aber setzt auf Kinder- und Jugendbücher und aktuelle Zeitschriften.

Einem weiteren Trend folgt die Bücherei ab dem Herbst. Dann wird die Bücherei an den Verbund „nbib24-Onleihe“ angeschlossen. Damit ist die Ausleihe von E-Books möglich. Die Bücherei wird dazu vier oder fünf E-Book-Reader anschaffen, die ausgeliehen werden können. Um eingebunden zu werden, muss die Hard- und Software der Bücherei noch auf den neuesten Stand gebracht werden, die Arbeiten dazu sind bereits angelaufen.

Um weitere Nutzergruppen zu gewinnen und die Arbeit mit den Kindergärten und Schulen intensivieren zu können, ist in diesem Jahr zudem eine Änderung der Öffnungszeiten angestrebt. Als Beispiel nannte Bormann den Mittwoch, wo von 9 bis 12 Uhr geöffnet ist: „Bis zehn bin ich alleine, ab halb zwölf überschlägt sich alles.“ Für das Gütezeichen „Bibliothek mit Brief und Siegel“ wird eine Rezertifizierung angestrebt. Gut angenommen wird auch die Öffentlichkeitsarbeit: 67 Veranstaltungen, Führungen oder Ausstellungen, die allesamt gut besucht waren – und die auch in diesem Jahr fortgesetzt werden. Allgemeines Lob im Ausschuss: „Es ist gut, dass wir so eine gute Bücherei haben, die nicht zum alten Eisen zählt.“ rc

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