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Bückeburg Stadt Rundum-Wohlgefühl unterbreiten
Schaumburg Bückeburg Bückeburg Stadt Rundum-Wohlgefühl unterbreiten
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18:51 03.02.2014
Quelle: bus
Bückeburg

Bückeburg solle (auch) zukünftig dergestalt eine gut versorgte Wohnstadt sein, dass es den Bürgern einfach Spaß bereite, hier zu leben. „Es muss unser Bemühen sein, so aufgestellt zu sein, dass wir unseren Bürgern ein Rundum-Wohlgefühl unterbreiten können“, führte das Stadtoberhaupt aus.

Brombach zeichnet dem Publikum im voll besetzten Vortragsraum des Hotel/Restaurants „Ambiente“ ein recht detailreiches Bild des von ihm an vorderster Stelle verantworteten Gemeinwesens. Die Themenpalette reichte von Krippen- und Kindergartenplätzen über die Schulsituation, Arbeitsmarktaspekte, Freizeit, Sport und Kultur bis zu den Interessen der älteren Mitbürger. „Es hat sich herumgesprochen, dass man hier gut leben kann“, fasste der Verwaltungschef zusammen.

 Die städtischen Finanzen in den Blick nehmend, rief der Bürgermeister die im Dezember abermals einstimmig erfolgte Verabschiedung des Haushaltes in Erinnerung. „Eine gute Entwicklung“, charakterisierte er die Gemeinsamkeiten im Stadtrat. Zwar sei die Stadt nicht schuldenfrei, derzeit belaufe sich der Fehlbetrag auf rund neun Millionen Euro, was einer Pro-Kopf-Verschuldung von etwa 500 Euro gleichkomme. „Das ist aber, gemessen an anderen vergleichbaren Kommunen, ein relativ niedriges Niveau“, betonte Brombach. Hinzu komme, dass die Stadt weiterhin freiwillige Aufgaben erfülle, zu denen sie per Gesetz nicht verpflichtet sei. So würden etwa nach wie vor keine Hallenbenutzungsgebühren erhoben, Senioren- wie Jugendfreizeitstätte könnten unentgeltlich besucht werden – und die Bäder erhielten beträchtliche Zuschüsse.

 Jetzt gelte es, die Finanzen zu sichern und gleichzeitig den fraglos auch in der Ex-Residenz vorhandenen Reparaturstau bei Straßen und Gebäuden im Rahmen zu halten. Darüber hinaus verblieben die Themen „Barrierefreiheit“ und „energetische Sanierungen“ auf der Tagesordnung. „Wir müssen uns damit abfinden“, erklärte das Stadtoberhaupt, „dass nichts so bleibt, wie man es immer gern gehabt hat. Aber wir müssen die Folgen, die wir durch Entwicklungen verursachen, so bedenken, dass wir mit diesen Folgen auch verantwortungsvoll leben können.“

Im Nachfrageteil der Veranstaltung legte der Gast der Senioren-Union zum Komplex „Zensus“ dar: „Die Entwicklung ist momentan sehr unüberschaubar. Wir haben noch keinen Bescheid. Ob wir gerichtliche Schritte einleiten werden, steht gegenwärtig noch nicht fest.“ Zum Thema „Bundeswehr“ sagte Brombach: „Das ist selbstverständlich ein großer wirtschaftlicher Faktor. Trotz aller Veränderung scheint der Standort gesichert. Aber bei der Bundeswehr weiß man nie ganz genau, was kommt.“ Und hinsichtlich der Zukunft des Gebäudes der früheren Herderschule stellte der Verwaltungschef in Aussicht: „Hier scheint sich eine Belebung abzuzeichnen.“ Sowohl der Landkreis und die Stadt als auch Privatinvestoren stellten entsprechende Überlegungen an.bus