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SPD-Kreistagsfraktion besucht Stadtwerke

Kommunalpolitiker stark beeindruckt SPD-Kreistagsfraktion besucht Stadtwerke

Die SPD-Kreistagsfraktion mit ihrem Vorsitzenden Eckhard Ilsemann und Landrat Jörg Farr an der Spitze hat die Stadtwerke Schaumburg-Lippe besucht und sich nach einem Vortrag des Stadtwerke-Geschäftsführers, Eduard Hunker, einer Pressemitteilung zufolge „stark beeindruckt“ gezeigt.

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Die SPD-Kreistagsfraktion mit Stadtwerkechef Eduard Hunker (Vierter von links) und Landrat Jörg Farr (Zweiter von links).

Quelle: pr.

Bückeburg/Landkreis. Unter dem Motto: „Die Energieversorgung aus einer Hand – Verantwortung für die Region“ hatte Hunker mit Zahlen und Fakten die Entwicklung des heimischen Energieversorgungsunternehmens in den vergangenen Jahren aufgezeigt. „Die Stadtwerke Schaumburg-Lippe sind ein wirtschaftlich gesundes Unternehmen, das Gewinne erzielt, die den Kommunen und ihren Bürgern zugutekommen“, so Hunker. Die Kunden könnten zu Recht Preissenkungen erwarten, wenn die Beschaffungspreise sinken. Im Juni 2015 hatten die Stadtwerke die Übernahme der Gassparte der Samtgemeindewerke Nienstädt rückwirkend zum 1. Januar 2015 bekannt gegeben. Die Samtgemeinde Nienstädt hält nun einen Gesellschafteranteil von vier Prozent. Da die Westfalen Weser Netz GmbH ihren Anteil entsprechend verringert hatte, war eine Erhöhung des Stammkapitals von knapp sieben Millionen Euro nicht erforderlich.

 Zum 1. Januar 2014 hatten die Stadtwerke den Kombi-Tarif „Strom und Gas“ eingeführt. Die Kunden erhalten eine Versorgung aus einer Hand und bekommen einen Preisvorteil. Die Stadtwerke haben damit ein Alleinstellungsmerkmal und sind bei der Versorgung mit Strom, Gas und Wasser „weit und breit der günstigste Anbieter in der Region“.

 Hunker blickte auf die Zeit seines Einstiegs als Geschäftsführer am 1. Oktober 2008 zurück. Das Ergebnis des Unternehmens lag damals nach Steuern bei 1,95 Millionen Euro. Es konnte um rund 20 Prozent gesteigert werden. Wichtig und richtig sei es gewesen, nicht hundert Prozent auszuschütten, sondern etwas für die Stadtwerke zu tun. So seien knapp zwei Millionen Euro in die Rücklagen gepackt worden.

 Zudem seien ein Drittel der Verbindlichkeiten abgebaut und so die Zinsaufwendungen halbiert worden. Dieses Geld, das man nicht zu den Banken bringen musste, habe man im Unternehmen investieren und bei der Preispolitik berücksichtigen können, um wettbewerbsorientiert aufgestellt sein zu können. 76 Mitarbeiter ohne Azubis sind bei den Stadtwerken Schaumburg-Lippe tätig. Der Geschäftsführer betonte, dass die Unternehmensgröße für den Erfolg nicht entscheidend ist. Als Erfolgsfaktoren nannte Hunker die Mitarbeiter-Qualifizierung, die EDV-Ausstattung, eine Kundenorientierung und Kundenzufriedenheit, eine regionale Nähe und Ausrichtung sowie eine Verbundenheit der Bevölkerung mit „ihren“ Stadtwerken.

 Die Kosten seien von 25 Millionen Euro in 2008 auf etwa 19 Millionen Euro in 2014 zurückgefahren worden. Ein Grund seien die Einsparungen beim Gaseinkauf, wo die Ölpreisbildung weggefallen ist, es keine langfristigen Verträge mehr gibt, die Stadtwerke Schaumburg-Lippe sehr flexibel sind und günstig einkaufen können. Die Eigenkapital-Rendite ist von 13,3 Prozent im Jahr 2008 auf aktuell 15 Prozent angestiegen. „Wir wollen den Bürgern nicht tief in die Taschen greifen und müssen wettbewerbsfähig bleiben“, so der Geschäftsführer.

 Die SPD-Kreistagsabgeordnete Heidemarie Hanauske wollte wissen, ob die Stadtwerke über einen Sozialtarif nachdenken. Hunker bestätigte entsprechende Überlegungen, gab aber zu bedenken, „dass wir als Stadtwerke es nicht leisten können, soziale Ungleichgewichte auszugleichen“. Man müsse das dann quer subventionieren, „wir machen aber günstige Preise für alle“. Hunker berichtete von einer Zusammenarbeit mit den Sozialpartnern und selbstverständlich würde man Ratenzahlungen akzeptieren. r

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