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SPD-Müller geht mit CDU und Grünen

Bückeburg SPD-Müller geht mit CDU und Grünen

Der größte Teil der am Mittwoch im Ratsausschuss für Sport und Partnerschaft zur Beschlussfassung anstehenden Tagesordnungspunkte ist zur weiteren Beratung in die Fraktionen zurück überwiesen worden.

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Bückeburg. Die zum Punkt „Neugestaltung der Sportlerehrung“ veranstaltete Abstimmung brachte unterdessen ein lokalpolitisch bemerkenswertes Ergebnis hervor. Dabei obsiegte eine Dreier-Koalition aus CDU, Grünen und SPD über eine aus Sozialdemokraten gebildete Zweier-Gemeinschaft.

Während der Debatte herrschte weitgehend Konsens darüber, dass die bestehenden Richtlinien für die Ehrung erfolgreicher Sportler überarbeitet werden sollen, um ihr zu einem zeitgemäßeren und würdigeren Rahmen als bisher zu verhelfen. Dieser Wunsch war mehrfach von vielen Vereinsvertretern geäußert worden. Die Richtlinien könnten beispielsweise dahin gehend variiert werden, dass die Veränderungen eine Reduzierung der Teilnehmerzahl zur Folge hätte. Im Forum „Bückeburger Sportvereine“ wurde etwa erörtert, die Leistungen von Kindern und Jugendlichen sowie herausragender Einzelsportler während einer zentralen Veranstaltung und die Breitensportler im Verlauf der Vereinshauptversammlungen zu würdigen.

In einem Antrag der Gruppe Bürger für Bückeburg/WIR für Bückeburg (BfB/WIR) fand sich die Anregung, „die Sportlerehrung für das Jahr 2015 erst im Frühjahr 2016 durchzuführen“. Damit solle Zeit für die Erarbeitung eines neuen Konzepts gewonnen werden. Martin Brandt regte im Namen des Sportvereine-Forums an, die Auszeichnungszeremonie zweizuteilen: nachmittags Kinder und Jugendliche, abends Erwachsene. Friedrich Pörtner (CDU) betonte, „auf jeden Fall“ an der Ehrung festhalten zu wollen. Zugleich erkannte der Ex-Landtagsabgeordnete die Schwierigkeit, am Sitzungstag einen Beschluss herbeizuführen. „Heute eine Lösung finden zu wollen, ist illusionär.“

Andreas Paul Schöniger (BfB) votierte für die Bildung eines Arbeitskreises, der sich mit dem „Aushängeschild der Stadt“ befassen und entscheiden solle, „was Hand und Fuß hat“. Eva-Ute Tessendorf-Schierhorn (Bündnis 90/Die Grünen) berichtete von Verlautbarungen aus Vereinen, denen zufolge die Ehrungsfeier „nicht sehr beliebt“ sei. Renate Hattendorf-Strahler (SPD) plädierte für die Beibehaltung der bisherigen Vorgehensweise. „Alles dabei belassen, wie gehabt“, meinte auch Parteikollege Dieter Everding.

Ausschusschef Wolfhard Müller (SPD) sagte: „Wir können heute nicht alles besprechen und nicht alles regeln.“ Die Ehrung der 2015 besonders erfolgreichen Sportler solle, auch weil das Sportjahr häufig erst im Oktober seinen Abschluss finde, statt im November dieses Jahres im Januar oder Februar 2016 und gemäß den bisherigen Richtlinien über die Bühne gehen.

Die von Müller relativ vehement vorangetriebene Abstimmung zeitigte eine lokalpolitisch ziemlich kuriose Konstellation. SPD (Müller), CDU (Pörtner) und Grüne (Tessendorf-Schierhorn) setzten sich mit drei zu zwei Stimmen gegen die Sozialdemokraten Hattendorf-Strahler und Everding durch. Über die Tragweite dieses Votums werden höher angesiedelt Gremien wie Rat und Verwaltungsausschuss entscheiden.

Bleibt zu erwähnen, dass die von Schöniger angeregte Arbeitskreisbildung bereits im vergangenen Jahr erfolgt ist. „Es ist sehr enttäuschend, dass bis heute keine Ergebnisse auf dem Tisch liegen“, gab Pörtner, der diese Kritik auch auf sich selbst gemünzt sehen wollte, in diesem Zusammenhang im Ausschuss zu Protokoll. „Es ist ein bisschen enttäuschend, dass wir davon nichts mehr gehört haben“, sprang ihm Parteikollegin Iris Gnieser (CDU) zur Seite. bus

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