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SPD verliert, CDU stagniert

Kommunalwahl 2016 / Stadtratswahl SPD verliert, CDU stagniert

Die SPD ist trotz deutlicher Stimmverluste von mehr als fünf Prozent wieder die stärkste Fraktion im neuen Rat der Stadt Bückeburg geworden. Sie erreicht 13 Sitze und verliert damit gegenüber der Wahl 2011 zwei Sitze. Die CDU kommt auf elf Sitze und verliert damit einen Sitz.

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Jens Meier (SPD, von links), Bernd Insinger (SPD) und Axel Wohlgemuth (CDU) haben angesichts der Ergebnisse Grund zur Zufriedenheit.

Quelle: tbh

Bückeburg. Die Sozialdemokraten kommen auf 39,21 Prozent, 2011 waren es noch 44,54 Prozent. Die Union erreichte 34,31 Prozent, 2011 waren es 33,85 Prozent. Die Grünen verlieren einen Sitz, ziehen mit drei statt mit vier Sitzen in den neuen Stadtrat ein. Sie erreichten 10,30 Prozent gegenüber 12,58 Prozent in 2011.

Wir für Bückeburg kommt auf 6,52 Prozent und ist mit zwei Sitzen vertreten, 2011 war es ein Sitz. Die FDP in Person des Einzelkandidaten Hendrik Tesche bleibt unverändert bei einem Sitz und erreicht 3,01 Prozent. Die Bürger für Bückeburg (BfB) erreichen 6,61 Prozent gegenüber 2,87 Prozent 2011 und sind künftig mit zwei statt mit einem Sitz im Rat vertreten.

In einer ersten Stellungnahme sagte SPD-Fraktionschef Bernd Insinger, dass die SPD aufgrund der Reduzierung des Rates von 34 auf 32 Sitze davon ausgegangen ist, dass sie einen Sitz verliert. Am zweiten Sitz hätten nur 0,8 Prozentpunkte gefehlt. Insbesondere in den Ortsteilen habe sich bemerkbar gemacht, dass die SPD einige Schwergewichte verloren hat. Die SPD habe aber ihr Wahlziel erreicht, stärkste Fraktion zu bleiben. Wenn es eine Fortsetzung mit der Koalition mit Grünen und FDP gebe, sei eine stabile Mehrheit zu erreichen.

Gespräche darüber würden in den kommenden Tagen geführt werden. Zu einer Aussage sei es jetzt noch zu früh. Insgesamt: „Wir sind nicht so betrübt über das Ergebnis.“ Dieses Mal waren laut SPD-Stadtverbandsvorsitzenden Jens Meier vor allem viele neue Kandidaten dabei, viele langgediente traten nicht mehr an.

CDU-Fraktionschef Axel Wohlgemuth bedauerte, das selbst ausgegebene Wahlziel der stärksten Fraktion nicht erreicht zu haben. „Wir hatten uns einen kleinen Zugewinn erhofft. Das Ergebnis ist aber ganz in Ordnung.“ Der Trend habe leider gegen die Union gesprochen. Ob man eine eigene Mehrheit mit anderen Koalitionspartnern zustande bekomme, müsse man erst einmal schauen. Rechnerisch könne alles beim Alten bleiben. Mit seinem persönlichen Ergebnis sei Wohlgemuth „sehr zufrieden“.

„Wir haben das Mindestwahlziel erreicht“, sagte Andreas Paul Schöniger der sich über einen zusätzlichen Sitz im Stadtrat freute.
Bürgermeister Reiner Brombach sprach von „einem Ergebnis, mit dem alle Parteien zufrieden sein können“. Erstaunt zeigte er sich über die Wahlbeteiligung von 53 Prozent: „Das ist immer noch niedrig, aber wesentlich besser als 2011.“

Im Rathaus liefen die Wahlergebnisse aus den 22 Stimmbezirken nur sehr schleppend ein. Nach Stimmen aus den Wahllokalen dauerte es gestern Abend länger, da viele Bückeburger offensichtlich die Chance genutzt hatten, dass es in der Stadt nur noch einen Wahlbereich gibt: Jeder Wähler konnte also jeden Kandidaten wählen. Entsprechend häufig waren auf den Wahlzetteln verschiedene Namen angekreuzt, die einzeln vorgelesen und in die entsprechenden Listen eingetragen werden mussten.

Einhergehend sei ein Rückgang der Wähler zu verzeichnen gewesen, die eine Gesamtliste mit ihren drei Kreuzen gewählt haben, hieß es. So stand das Ergebnis der Kreistagswahl für die Stadt Bückeburg erst um 21.48 Uhr fest, nachdem das lange fehlende Briefwahlergebnis endlich in den Computer eingegeben werden konnte.
Das Ergebnis der Stadtratswahl lief dann erst kurz vor 23 Uhr ein. rc, tbh

Das ist der neue Bückeburger Stadtrat

 SPD: Horst Schwarze (1117), Bernd Insinger (625), Gerd Vogel (587), Albert Brüggemann (510), Wolfhard Müller(473), Reinhard Luhmann (419), Dieter Everding (398), Johanna Woydt (379), Gerhard Schöttelndreier (351), Jens Meier (343), Sandra Schauer-Hofmeister (232), Benjamin Stahlhut (232), Jens Bartling (199).
CDU: Axel Wohlgemuth (1819), Iris Gnieser (646), Dieter Wilharm-Lohmann (472), Thorwald Hey (444), Peter Kohlmann (391), Cord Siekmeier (336), Hermann Kempf (327), Friedrich Meyer (315), Ulrike Eggers (257), Michael Pohl (150), Heike Donath (119).
Grüne: Cornelia Laasch (542), Wilhelm Klusmeier (250), Ullrich David (76).
WIR: Andreas Paul Schöniger (784), Oliver Salomon (80).
FDP: Hendrik Tesche (347).
BfB: Dr. Achim Kinneweg (256), Raimund Leonhard (199).
 (Stimmenanzahl in Klammern)

Kommentar

In der ehemaligen Residenzstadt haben vor allem die kleinen Parteien davon profitiert, dass es nur noch einen Wahlbereich gibt. Sowohl WIR als auch BfB haben jeweils einen Sitz dazugewonnen. Für die Kandidaten der großen Parteien, SPD und CDU, hieß es, verstärkt für sich zu werben, um in allen Wahlbezirken auf sich aufmerksam zu machen.
Insgesamt blieb aber alles beim Alten. Die SPD ist trotz Verlusten weiterhin stärkste Kraft. Die CDU und die Grünen haben jeweils einen Sitz verloren. Im Verhältnis – es gibt nur noch 32 statt 34 Sitze – ist die Parteistärke jedoch ähnlich geblieben.
Im historischen Ratssaal war am Wahlabend vor allem langes Warten angesagt. Die Ergebnisse kamen nur schleppend, die Briefwahlauszählung für den Stadtrat erst ganz zum Schluss. Aufgrund der hohen Briefwahlbeteiligung aber ein ausschlaggebender Wert für die Verteilung der Sitze. tbh

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