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Saison so schlecht wie zuletzt 2011

Bergbad fehlten heiße Tage Saison so schlecht wie zuletzt 2011

Als am ersten Öffnungstag dieses Jahres dunkle Wolken mit Windböen und peitschendem Regen über dem Bückeburger Bergbad aufziehen, vermutet wohl niemand, dass die Wetterlage repräsentativ für nahezu die gesamte Sommersaison sein soll.

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Betrunken in Kühltruhe gefahren

Heiße Sonnentage waren auch in Bückeburg ein rares Gut in dieser Badesaison.

Quelle: jp

Bückeburg. Tatsächlich hat der mit Ausnahme des warmen Monats Juni nahezu ausgefallene Sommer dem Badeparadies an der Birkenallee die zweitschlechteste Saison seit 16 Jahren beschert.

Nur 82.902 Besucher an insgesamt 127 Betriebstagen – schlechter lief es in den vergangenen anderthalb Jahrzehnten nur im ebenfalls viel zu kalten Sommer 2011. Was dem Bergbad in diesem Jahr fehlte, waren die Hochsommertage mit Besuchermassen.

Die diesjährige Besucherspitze erlebte das Bad am 19. Juli mit gerade einmal 2539 Badegästen – sonst wurde häufig die 4000er Marke geknackt, im heißen August 2014 auch schon mal 5000 Gäste.

Tagesschnitt von 653 Besuchern

Aber: „Bei vielen anderen Freibädern sieht das 2017er Ergebnis noch viel verheerender aus“, sagt Betriebsleiter Erik Rechenberg, der das Bergbad mit einem blauen Auge davongekommen sieht. „Immerhin hatten wir einen Tagesschnitt von 653 Besuchern.“ Außerdem habe es bereits viel schlechtere Jahre gegeben: So gab es beispielsweise im völlig verregneten Sommer 1987 nur rund 78.000 Besucher.

Viel mehr als das Wetter sorgte unter den Bergbadgästen und besonders unter den Frühschwimmern ein Thema für Gesprächsstoff, das mit dem Bergbad direkt gar nichts zu tun hat – nämlich die Situation des benachbarten Sonnenbrinkbads in Obernkirchen. Unter dessen Stammgästen geht spätestens seit der Berichterstattung über den Zuschussbedarf der Genossenschaft die Angst um, das Freibad in der Bergstadt werde in absehbarer Zeit den Betrieb nicht mehr aufrecht erhalten können. Was dann fast zwangsläufig bei den Bückeburger Schwimmern zu der Frage führte, ob man sich irgendwann einmal auch um den Bestand des Bergbads werde Sorgen machen müssen.

Allseitig politisch gewollt

Nein, muss man nicht, so die Antwort von Bürgermeister Reiner Brombach beim traditionellen „Abschwimmen“. Das Bergbad werde verlässlich nicht nur 2018 wieder öffnen, sondern auch die Jahre darauf. Nicht nur wegen des wirtschaftlich verlässlichen Fundaments aus Bäder GmbH und Stadtwerken, sondern vor allem, weil das Bad von allen Seiten politisch gewollt sei.

„Sportstätten wie das Bergbad haben immer Zuschussbedarf“, sagte Brombach. „Und eine Stadt, die sich das nicht mehr leisten kann oder will, hört auf, eine Stadt zu sein.“ jp

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