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Bückeburg Stadt Saphire für die Gründer
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00:23 22.10.2014
Der Präsident des Rotary Club Bückeburg, Wolfgang Raschke (von links), zeichnet Eberhard Klocke, Ekkehard Rietz und Ulrich Dieckmann mit der „Paul-Harris-Fellow-Medaille“ aus. Quelle: wk
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Bückeburg

„Der Rotary Club Bückeburg zeichnet sich durch zwei Faktoren aus – durch seine regionalen, überregionalen und auch internationalen Projekte und sein harmonisches Klubleben“, beschrieb dessen Präsident Wolfgang Raschke den Jubilar.

 Exemplarisch nannte er die Unterstützung von sozialen Einrichtungen wie dem Haus Kurt Partzsch (Pflegeheim für Behinderte) sowie dem Kinderschutzbund, die finanzielle Unterstützung von Maßnahmen zur Bekämpfung der Polio (Kinderlähmung) und „umfangreiche Facetten der Förderung der Jugend“.

 Diesen Aufgaben stünde die Erhaltung eines intakten Klublebens gleichwertig gegenüber, betonte Raschke. „Die wöchentliche Präsenzpflicht mag dem einen oder anderen ein Graus sein, Fakt ist aber, dass nur durch regelmäßige Treffen Werte erfahren und gelebt werden können.“ Dabei bestimme auch heute noch der Grundgedanke der Rotary-Gründungsväter, „in gegenseitiger Wertschätzung gemeinsam Projekte auf den Weg zu bringen“, das Handeln.

 Der Rotary Club Bückeburg gehöre zu den „respektabelsten“ Rotary Clubs in ganz Deutschland, berichtete Günther Strube, der „Governor“ (Leiter) des „District 1800“ (Landesverband Niedersachsen und Sachsen-Anhalt). Denn dieser verstehe es, den Rotary-Gedanken zu leben und dieser Idee mit guten Taten „selbstlos“ zu dienen. So sei der Rotary Club der Ex-Residenz „die Nummer eins im District“, was Spendenbereitschaft und -aufkommen betrifft. „Und das ist nicht das erste Mal, dass der Rotary Club Bückeburg diesen Platz belegt.“

 Eine besondere Ehrung wurde drei noch heute dem Klub angehörenden Gründungsmitgliedern zu teil, indem diese für 50-jährige Treue zu Rotary mit der – nach dem Gründungsvater von Rotary International benannten – „Paul-Harris-Fellow-Medaille“ ausgezeichnet wurden: Dabei erhielten Ekkehard Rietz und Eberhard Klocke je ein mit einem echten Saphir versehenes Exemplar der Medaille, während sich Ulrich Dieckmann über eine Medaille mit sogar fünf Saphiren freuen durfte. Im Vorfeld hatte Raschke verraten, dass die Anzahl der Edelsteine (mehr als fünf pro Medaille gibt es nicht) auch etwas über die Spendenbereitschaft des Empfängers aussage.

 Rotary habe sich „zum Ziel gesetzt, anderen Menschen zu helfen, wenn es der Staat oder andere Institutionen nicht können“, würdigte Bürgermeister Reiner Brombach. Dabei würden deren Mitglieder hierfür nicht nur Zeit und Gedanken, sondern auch ihr privates Vermögen einsetzen, was eine „löbliche“ Haltung sei. Denn angesichts begrenzter finanzieller Mittel der öffentlichen Hand sei ohne ehrenamtliches Engagement auch der hohe Lebensstandard nicht zu halten.

 Bezogen auf die vom Rotary Club Bückeburg seit mittlerweile 46 Jahren gepflegte Partnerschaft mit dem französischen Rotary Club Sablé-sur-Sarthe hob Brombach hervor, dass solche Freundschaften ein Beitrag zur Völkerverständigung seien.

 Gilbert Brothier, der zu den Gästen gehörende Präsident des Rotary Club Sablé-sur-Sarthe, versicherte, die Partnerschaft fortzusetzen. In 30 Jahren werde dann eine „neue Generation von Freunden aus Sablé-sur-Sarthe nach Bückeburg kommen“, um dem Rotary Club Bückeburg zu dessen 80-jährigen Bestehen zu gratulieren.

 Zu den Gratulanten der aktuellen Feier gehörte der Präsident des Rotary Club Dessau und Präsident der Evangelischen Landeskirche Anhalts, Joachim Liebig, der in seiner Festrede für den Erhalt der Werte einer bürgerlichen Gesellschaft appellierte. wk

 Für Musik sorgte eine kleine Besetzung des von Lehrerin Agnes Bergmann-Thiel geleiteten Schulorchesters des Gymnasiums Adolfinum, die Instrumentalstücke intonierten. Namentlich spielten Annsophie Sokoll (Querflöte), Paul Fabian (Klarinette) und Zoe Marie Pape (Violoncello), Bergmann-Thiel steuerte die Violinenklänge bei.

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