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„Schaumburger Plattform“ lotet Risiken für Europa aus

Sieben Stunden Sicherheit „Schaumburger Plattform“ lotet Risiken für Europa aus

Das Thema „Europa und Sicherheit“ hat die aktuelle Ausgabe der „Schaumburger Plattform“ in den Fokus genommen. Die zum sechsten Mal von der Mindener Sektion der Gesellschaft für Sicherheitspolitik (GSP) im Hubschraubermuseum organisierte Veranstaltung bot außer Gruß- und Abschiedsworten sechs Vorträge und ein Podiumsgespräch.

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Klaus Suchland (von rechts) heißt die Referenten Jörg Farr, Boris Pistorius, Silvia Horsch-Al Saad, Johannes Varwick, Christina Krause, Dieter Budde und Muhannad Olabi willkommen.

Quelle: bus

Bückeburg. Für die Begrüßung zeichneten GSP-Sektionsleiter Klaus Suchland und Bückeburgs Bürgermeister Reiner Brombach verantwortlich. „Es geht hier und heute darum, außerhalb der großen Zentren politischer Entscheidungsprozesse Informationsangebote zu unterbreiten, die Interesse und Aufmerksamkeit bei den sogenannten Normalverbrauchern wecken und diesen verdeutlichen, dass Fragen der Sicherheit in heutiger Zeit komplex, häufig nicht einfach verständlich und stets eng miteinander vernetzt sind“, erläuterte Suchland.

 Die Plattform wolle auf unterschiedlichen Ebenen, etwa am Beispiel der Flüchtlingsproblematik, einzelne Aspekte von Sicherheit darstellen. Wobei die Betrachtungsbeispiele von der Europäischen Union über Bundes- und Landespolitik bis zum kommunalen Bereich reichten.

 

 Zum Auftakt lieferte Johannes Varwick (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, „Die Zukunft Europas – Bestandsaufnahme und Folgerungen“) eine Lagefeststellung für die europäische Situation.

 

 Boris Pistorius, Niedersachsens Minister für Inneres und Sport sowie Schirmherr der Veranstaltung, sprach unter der Vorgabe „Niedersachsen – Migration und Sicherheit“.

 

 Christina Krause von der Konrad-Adenauer-Stiftung beschäftigte sich unter dem Thema: „Die Flüchtlingskrise – Fluchtursachen und Perspektiven“ mit dem Flüchtlingsphänomen.

 

 Dieter Budde, Generalmajor a. D. und früher General der Bückeburger Heeresfliegerwaffenschule, griff – Motto: „Hat Schengen noch eine Zukunft? – Schengen und die äußere Sicherheit“ – den Sonderaspekt internationaler Abkommen auf.

 

 Doris Schröder-Köpf, Mitglied des Landtages und Beauftragte der Landesregierung für Migration und Teilhabe, referierte zum Leitgedanken „Integration und Teilhabe aus Sicht der Bundes- und Landesregierung“. Schaumburgs Landrat Jörg Farr berichtete über die Flüchtlingssituation im Landkreis.

 

 An dem von Hans-Jürgen Amtage moderierten und von der Frage „Ist Europa noch sicher?“ flankierten Podiumsgespräch beteiligten sich auch die Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises und VHS-Direktorin, Undine Rosenwald-Metz, Silvia Horsch-Al Saad, Postdoktorandin am Institut für Islamische Theologie an der Universität Osnabrück, und der aus Syrien stammenden Asylsuchende Muhannad Olabi.

 Die Flüchtlingslage verfügt Suchlands Auffassung gemäß durchaus über eine sicherheitspolitische Dimension. Diese leite sich zum einen aus den Ängsten vieler Bürger und zum anderen aus der Forderung nach lückenloser Kontrolle der Außengrenzen ab. Unter den Bedingungen wachsender Skepsis innerhalb der EU hinsichtlich der Belastung durch immer mehr Flüchtlinge spiele der Grenzschutz, gewissermaßen als Rückversicherung gegen das Erstarken populistischer Strömungen, eine wichtige Rolle.

 „Wenn wir wollen, dass alles so bleibt, wie wir es erwarten, dann müssen wir uns den Veränderungen stellen, ihnen eigeninitiativ begegnen. Das setzt Information und Wissen voraus“, betonte der Gastgeber. In der Debatte werde gegenwärtig vor allem das Verhältnis von kollektiver Sicherheit und individueller Freiheit sowie das von Exklusion und Integration ausgehandelt. bus

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