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„Schildbürgerstreich“ in der Niederung

Scheie „Schildbürgerstreich“ in der Niederung

Die Schranke, mit der an der Einmündung der Schäfer- in die Riehestraße in Scheie der Zufahrtsverkehr zur Bückeburger Niederung geregelt werden soll, stößt im Ort auf wenig Begeisterung.

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Scheie. „Ein Schildbürgerstreich“, meinte Ortsbürgermeister Friedrich Meyer während der jüngsten Ortsratssitzung. „Ich weiß nicht, was das Ganze soll.“

 Meyers Auffassung zufolge stellt die angestrebte Regelung „eine noch größere Katastrophe als eine Trecker-Schleuse“ dar. Im Verlauf der Sitzung drehte sich die Diskussion vor allem um die bislang vor Ort nicht bekannten Modalitäten der Zufahrtsberechtigung. „Nach welchen Kriterien richtet sich die Vergabe der Schlüssel?“, wollte Reinhard Peter wissen – und wer dafür Sorge trage, dass die Schranke nach dem Durchfahren wieder abgeschlossen wird. Seitens der Verwaltung hieß es, dass derzeit keine Details zu vermelden wären. Einzelheiten sollten im Anschluss an die Fertigstellung des in der Niederung vorgesehenen Naturerlebnisprojekts bekannt gegeben werden.

 Beim Tagesordnungspunkt „Sachstand Feuerwehrfahrzeughalle“ waren die Verwaltungsvorgaben wesentlich präziser. „Der Ortsrat kann zwischen einer Stahlhalle und einer in Massivbauweise errichteten Halle wählen“, gab Manfred Rettig den Lokalpolitikern zu verstehen. Die Stahlhalle würde ein Pultdach mit zehn Grad Neigung aufweisen, das Massiv-Gebäude ein mit Ziegeln gedecktes Dach mit 40 Grad Neigung. Die Optionsmöglichkeit, so erläuterte Rettig, sei auch deshalb gegeben, weil die Kostendifferenz zwischen den beiden Varianten lediglich 5000 Euro ausmache. Der Feuerschutzausschuss habe beide Angebote für gut befunden.

 Dass die Ortsratsmitglieder einstimmig für die massive Bauweise votierten, verstand sich beinahe von selbst. „Schon wegen des Ortsbildes findet eine Stahlhalle bei uns wenig Befürworter“, führte Meyer aus.

 Zudem stießen auf die Instandhaltung des Dorfgemeinschaftshauses abzielende Wünsche auf offene Ohren. Einerseits soll die Errichtung eines Vordachs im Eingangsbereich des Gebäudes wieder in die Planungen aufgenommen werden. Auf der anderen Seite signalisierten die Verwaltungsvertreter Manfred Rettig und Bernd Meier Bereitschaft, einen Antrag des örtlichen Schützenvereins „Gut Schuss“ positiv zu begleiten.

 „Wegen der schlechten Lüftungsmöglichkeiten schimmeln uns die Sachen weg“, schilderte Renate Hattendorf-Strahler den gegenwertigen Stand der Dinge. Gewehre und Bekleidung litten gleichermaßen, sagte sie. „Früher konnten wir die Fenster auch tagsüber öffnen, weil immer jemand im Haus gewesen ist.“ Jetzt könne nur noch zweimal pro Woche gelüftet werden.

 Für Abhilfe sollen nun vor den Fenstern angebrachte Gitterkonstruktionen sorgen. bus

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