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Schloss Bückeburg: Fast wie 1896

Vorhof wird neu gestaltet Schloss Bückeburg: Fast wie 1896

Der Vorhof von Schloss Bückeburg wird neu gestaltet. Während die Grundform der Gartenanlage mit der um das Rondell führenden Fahrbahn erhalten bleibt, kommen die alten Hecken am Rondell weg und werden durch neue ersetzt.

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Nach dem Vorbild der Neuanlage des Schlosses mit dem rechten Turmflügel und den beiden Kavaliershäusern von 1896 wird der Vorhof neu gestaltet.

Quelle: Repro: rc

Bückeburg. Auch die beiden Fußwege, die zu Schlosseingängen führen, werden neu gemacht. In absehbarer Zeit wird auch der Asphalt der Fahrbahn ersetzt, da sich dieser durch die Beanspruchung der vergangenen Jahre beim Auf- und Abbau von Landpartie, Weihnachtszauber und anderer Veranstaltungen sowie diversen Filmdrehs langsam, aber sicher auflöst.

 „Wir werden den Schlosshof wieder so gestalten, wie er 1896 ausgesehen hat“, sagte Schlossverwalter Alexander Perl. In einer Bauphase zwischen 1893 bis 1896 erhielt damals der Schlossturm seinen neuen Flügelanbau mit dem großen Festsaal und rückte damit in die Mitte des Schlosses. Außerdem entstanden die beiden halbkreisförmigen Kavaliershäuser, die mit ihrer fast geschlossenen Bebauung den Hofcharakter ausmachen. Im sogenannten Ostflügel ist das Niedersächsische Landesarchiv Bückeburg untergebracht, im Westflügel die Privaträume des Hausherren sowie die Volkshochschule.

Kopien an der Schlossbrücke

 Im Gegensatz zum Vorbild von 1896 bleibt der Schlossbrunnen, der sogenannte Tugendbrunnen, der 1920 aus Stadthagen nach Bückeburg gebracht wurde, an seinem Platz. Die damals noch rechts und links auf den Rasenflächen aufgestellten Original-Figurengruppen des Bildhauers Adrian de Vries wurden 1937 nach Berlin verkauft, Kopien stehen seitdem rechts und links der Schlossbrücke und bleiben dort auch. Die Neugestaltung erfolgt in enger Abstimmung mit dem Landesamt für Denkmalpflege, wie Perl sagte.

 Erste Arbeiten haben bereits begonnen. Kurz vor dem Bürgerschießen wurden die beiden Hecken entlang der inneren Betonwege abgesägt und durch Raseneinsaat ersetzt. Nach dem Weihnachtszauber sind auch die beiden äußeren Heckenbögen an der Reihe. Sie werden ebenfalls abgesägt. Auch die Bepflanzungen vor den beiden Kavaliershäusern wird neu gestaltet: Vor dem Westflügel komplett, vor dem Ostflügel wird ergänzt.

 „Gärtnersünden“ beseitigen

Die rund 120 Jahre alten Thuja-Hecken hatten sich in den vergangenen Jahrzehnten so breitgemacht, dass sie in die Fahrbahn oder die Wege ragten. Sie konnten auch nicht mehr richtig gepflegt werden, da nur noch alle paar Meter ein Stamm vorhanden war. Perl: „Das waren richtige Quallen.“ Die Hecken werden durch die Neuanpflanzung einer Eibenhecke ersetzt, die nicht mehr die Höhe der Altbepflanzungen erreichen wird. „Wir werden sie bewusst niedrig halten, ganz nach dem historischen Vorbild“, sagte der Schlossverwalter. Vor dem Ostflügel wird die vorhandene standortgerechte Bepflanzung durch einige Neuanpflanzungen ergänzt. Gänzlich neu wird dagegen die Bepflanzung vor dem Westflügel gemacht und damit „Gärtnersünden“ der sechziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts beseitigt. Auch Bäume im Bereich der Garagen werden gefällt.

 Die beiden Wege, die durch das Rondell auf die beiden seitlichen Schlosseingänge führen, werden neu gemacht. Da das historische Betonpflaster nicht mehr erhältlich ist, wird es aller Voraussicht nach durch benutzten, glattgelaufenen rund 150 Jahre alten Blaubasalt ersetzt. „Sehr eben und ohne große Fugen“, wie Perl betonte. Die Arbeiten werden nach dem Weihnachtszauber beginnen und im Frühjahr 2018 abgeschlossen.

Nicht ganz billig

Offen ist noch, wann die Erneuerung der Asphaltfahrbahn durchgeführt wird, die rund um den Schlosshof führt. Sie hat in den vergangenen Jahren durch die Nutzung von schwerem Gerät und Lastwagen beim Aufbau von Veranstaltungen gelitten, ebenso die Bordsteine und Gossen sowie die Abflüsse. „Das muss alles in einem Zug gemacht werden“, sagte Perl. Derzeit ist die Fürstliche Hofkammer dabei zu prüfen, was für Asphalt in Frage kommt. Sicher sei bisher nur, dass sich nur schwer am historischen Vorbild orientiert werden kann. Damals war nur direkt vor dem Schlossportal Asphalt. Der Rest der Wege war mit Perlkies belegt.

 Zu den Kosten der Neugestaltung wollte sich der Schlossverwalter nicht äußern. Nur so viel: „Es sind erhebliche Investitionen.“ rc

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