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Schmutzwassergebühren bleiben unverändert

Bilanz beim Bückeburger Abwasserbetrieb Schmutzwassergebühren bleiben unverändert

Die geschäftliche Entwicklung des Abwasserbetriebs der Stadt Bückeburg hat 2016 die Erwartungen in vollem Umfang erfüllt. Der Bilanzgewinn beläuft sich wie in den Vorjahren auf 72.000 Euro und wird an die Stadt Bückeburg als Verzinsung ihres Eigenkapitals abgeführt. Die Gebühren für Schmutzwasser bleiben unverändert.

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BÜCKEBURG.  Die gute Nachricht für die Gebührenzahler in Bückeburg: Die Gebühren für Schmutzwasser mit 1,82 Euro je Kubikmeter und für Niederschlagsentwässerung mit 31 Cent je Quadratmeter überbauter oder befestigter Fläche bleiben bis 2019 unverändert. Da der Wirtschaftsprüfer im Abwasserbetrieb eine geordnete Finanzlage festgestellt hat, kann er einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk für den Jahresabschluss 2016 attestieren. Der Betriebsausschuss hat daher auf seiner jüngsten Sitzung auf der Kläranlage den Jahresabschluss einstimmig zur endgültigen Beschlussfassung an den Rat weitergeleitet.

Eigenkapital bei 6,64 Millionen Euro

 Gegenüber dem Vorjahr verringerte sich die Bilanzsumme um 573.000 Euro auf 22,1 Millionen Euro. Sie besteht zu 98 Prozent aus dem Anlagevermögen, also Kanäle, Kläranlagen, Pumpwerke oder Rückhaltebecken. Die Eigenkapitalquote konnte von 28,15 auf 30 Prozent erhöht werden: „Eine gesunde Entwicklung“, wie der Wirtschaftsprüfer feststellte. Das Eigenkapital beträgt jetzt 6,64 Millionen Euro. Die Umsatzerlöse werden mit 2,875 Millionen Euro beziffert, 358000 Euro wurden im vergangenen Jahr investiert. Der größte Einzelposten war die Kanalerneuerung an der Petzer Straße und der Friedrich-Bach-Straße sowie eine Gebläseerneuerung in der Kläranlage. Neue Darlehen mussten nicht aufgenommen werden. Da die planmäßigen Tilgungen rund 580000 Euro betrugen, sanken die Verbindlichkeiten bei Banken auf rund elf Millionen Euro. Die Abschreibungen werden mit knapp 600000 Euro festgesetzt. Der Personalaufwand sank von 500000 auf 483000 Euro. Der Grund: Die Stelle eines Auszubildenden konnte nicht besetzt werden.

Klärschlamm: Chance und Risiko

 Unter Chancen und Risiken wird im Geschäftsbericht die Klärschlammbehandlung aufgeführt. Der Einsatz synthetischer Polymere stehe seitens des Gesetzgebers auf dem Prüfstand, der die Klärschlammverordnung novellieren will. Die Novelle könne im Oktober in Kraft treten und dazu führen, dass synthetische Polymere, eine Hauptkomponente zur Herstellung von Kunststoff, bis Ende 2018 in der Klärschlammverwertung eingesetzt werden dürfen. Laut Forschungsergebnissen sei die erforderliche Abbaubarkeit der Stoffe im Boden nachgewiesen.

 Diskussionsbedarf bestehe zudem bei den Schwellenwerten und den Übergangsfristen für die Einführung einer verpflichtetenden Klärschlammverbrennung und der Phosphorrückgewinnung. Hinsichtlich der derzeitigen landwirtschaftlichen Klärschlammverwertung werde in den nächsten Jahren eine Überprüfung dieses Entsorgungswegs notwendig sein, heißt es im Bericht weiter.

 Bei einer Führung erklärte Abwassermeister Manfred Schacht , dass es immer schwieriger wird, noch Abnehmer für den Klärschlamm zu finden, bisher war das in der Regel die Landwirtschaft. Diese nehme aber immer weniger Klärschlamm ab, um diesen als Dünger auf ihre Felder aufzubringen, da durch das im Klärschlamm noch enthaltene Nitrat das Grundwasser belastet wird – und wurde. Mittelfristig müsse sich der Abwasserbetrieb daher überlegen, den Klärschlamm in die Verbrennung zu geben. Abwassermeister Schacht: „Was entsprechend kosten würde.“ rc

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