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Bückeburg Stadt Schnelles Internet in der „Kreuzbreite“
Schaumburg Bückeburg Bückeburg Stadt Schnelles Internet in der „Kreuzbreite“
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22:48 02.05.2018
Freuen sich über den Anschluss des Gewerbegebietes „Kreuzbreite“ an das Glasfasernetz: Bürgermeister Reiner Brombach (Zweiter von links) mit Vertretern der an dem Projekt beteiligten Versorgungsunternehmen und der Politik. Quelle: wk
Bückeburg

 Hohe Übertragungsraten für den Up- und Download von Daten ins beziehungsweise aus dem Internet sind mittlerweile für viele Unternehmen unverzichtbar. Das Vorhandensein der hierfür erforderlichen schnellen Breitbandanschlüsse stellt daher einen wichtigen Standortfaktor dar – für die Neuansiedelung von Firmen ebenso wie für den Erhalt von bereits angesiedelten Betrieben und damit auch Arbeitsplätzen.

Vor diesem Hintergrund bezeichnete Bürgermeister Reiner Brombach die nun erfolgte Erschließung des Bückeburger GewerbegebietesKreuzbreite“ mit Glasfaserkabeln als einen „Quantensprung“ für das Areal. Biete diese technische Infrastruktur den daran angeschlossenen Unternehmen doch „ganz andere Möglichkeiten“ der schnellen Datenübermittlung als die dafür bisher in der „Kreuzbreite“ verlegten Kupferkabel.

Bis zu einem Gigabit pro Sekunde

Offeriert würden den im Gewerbegebiet ansässigen Firmen derzeit Datenübertragungsraten im Up- und Downstream von bis zu einem Gigabit pro Sekunde, wobei die Glasfaserkabel von der technischen Seite her auch noch höhere Datenübertragungsraten erlauben, erklärte Detlef Gieselmann, Prokurist bei der Westfalen Weser Netz GmbH. Die kommunale Netzbetreiberin hat den Ausbau des Glasfasernetzes in der „Kreuzbreite“ in Kooperation mit dem Versorgungsunternehmen EWE und den Stadtwerken Schaumburg-Lippe realisiert.

Bei diesem Projekt, für das in dem Gewerbegebiet rund 1600 Meter Glasfaserkabel verlegt worden seien (Investitionssumme: etwa 150.000 Euro), mache man „gleich den ganz großen Schritt“, der „über Jahrzehnte trägt“, betonte Gieselmann.

Denn anders als im übrigen Stadtgebiet, wo zwar Glasfaserkabel in den Straßen verlegt worden sind, die Hausanschlüsse selbst aber weiterhin aus leistungsdämpfenden Kupferkabeln bestehen, können die in der „Kreuzbreite“ ansässigen Unternehmen ihre Firmengebäude mit Glasfaserkabeln anstatt Kupferkabeln an die schnelle Datenautobahn anschließen. Dadurch sind nämlich erst die angebotenen Übertragungsraten von bis zu einem Gigabit pro Sekunde möglich.

Darüber hinaus hob Gieselmann hervor, dass es von der Entscheidung, den Netzausbau gemeinsam anzugehen, bis zur jetzigen Fertigstellung der Erschließung nur rund vier Monate gedauert habe. Eine „günstige Voraussetzung“ sei diesbezüglich gewesen, dass bereits ein Glasfasernetz bis an das Gewerbegebiet heranreichte.

Netzausbau ohne Fördergelder

In diesem Kontext berichtete der heimische CDU-Bundestagsabgeordnete Maik Beermann, der auch Mitglied der Arbeitsgruppe „Digitale Agenda“ des Bundestages ist, dass die Bundesregierung im vergangenen Jahr ein 4,4 Milliarden Euro schweres Förderprogramm für den Ausbau einer schnellen Breitband-Infrastruktur aufgelegt hat. Allerdings seien von diesem Geld – unter anderem, weil während der Laufzeit des Programmes die „Förderparameter“ verändert worden seien – bundesweit erst 60 bis 70 Millionen Euro „verbaut“ worden, davon etwa 2,9 Millionen Euro im Landkreis Schaumburg.

Dazu merkte Gieselmann an, dass der Netzausbau in der „Kreuzbreite“ ohne die Einbindung etwaiger Fördergelder realisiert worden sei. Denn bei Nutzung eines solchen Förderprogrammes hätte man das Vorhaben erst nach Bewilligung des Förderzuschusses ausschreiben dürfen.

„Ich bin fest davon überzeugt: Glasfaser ist ein Zukunftsgeschäft – und es geht gar nicht ohne“, unterstrich Eduard Hunker, der Geschäftsführer der Stadtwerke Schaumburg-Lippe, die Bedeutung des erfolgten Netzausbaues. wk