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Schön war die Zeit

Bückeburger Traditionsgaststätte im Wandel Schön war die Zeit

Ach ja, die gute alte „Destille“: Was sind das für Zeiten gewesen, als die einstige Apotheke in der Bahnhofstraße noch zu den angesagtesten Kultkneipen der Region gehört hat und allabendlich Publikum nicht nur aus Bückeburg, sondern auch dem gesamten Umkreis und dem benachbarten Ostwestfalen in rauen Scharen angezogen hat.

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Vor dem und hinter dem Tresen ist was los.

Quelle: jp

Bückeburg. Doch auch für die „Destille“ blieb die Zeit nicht stehen: Trends kamen und gingen, über die Jahre änderten sich Gäste und Geschmäcker. Und wie viele andere einst stark frequentierte Bückeburger Treffpunkte wie die „Wolke“, das „Candles“, die „Alte Kate“, die „Orangerie“, der „Pflaumenbaum“, das „Wallstreet“ oder das legendäre „Treppchen“ segnete die „Destille“ nach mehreren Pächterwechseln und vorübergehenden Schließungen im Herbst 2014 endgültig das Zeitliche.

 Wieder Leben kehrte in die heiligen Hallen mit dem kürzlich eröffneten Restaurant und Lifestyle-Bar „Scarabeo“ ein. Und das lud jetzt all die alten (und auch jüngeren) Fans der „Destille“-Ära zur großen Revival-Party ein. Standesgemäß gefeiert wurde zu Chartklängen der achtziger und neunziger Jahre, für die Claudius Kohlmann alias DJ Wutz verantwortlich zeichnete. Auch auf der Freifläche vor dem Gebäude ging es hoch her.

 Klaus Kramer, Bergbad-Urgestein und langjähriger Goalgetter des VfL Bückeburg, konnte sich noch bestens an die großen Jahre der „Destille“ erinnern. Vor allem an einem ganz bestimmten Wochentag waren Volksmassen dort vorprogrammiert: „Donnerstags ging man in die ‚Destille‘, da traf man dort wirklich jeden.“

 Warum ausgerechnet donnerstags? Ganz einfach, weil einen Tag später die meisten PTA-Schülerinnen der Dr.-Kurt-Blindow-Schule, die meisten Schwesternschülerinnen des Krankenhauses Bethel und die meisten Bundeswehrangehörigen übers Wochenende nach Hause fuhren.

 Und Alexander Fensch vermochte sich sogar noch zu entsinnen, vor Ewigkeiten in der „Destille“ einmal Pizza – gebacken von Jörg Harriehausen – genossen zu haben. „Das weiß heute kaum noch einer, aber der war dort wirklich einmal Pizzabäcker.“ Inzwischen betreibt der Kraftfahrzeugmechanikermeister seit vielen Jahren eine Autowerkstatt an der Steinberger Straße.

 Nur einer fehlte an diesem Abend: Zu einer echten „Destille“-Revival-Party hätte eigentlich auch der langjährige Wirt Dietmar Warmbrunn hinterm Zapfhahn gehört. jp 

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