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Schrauberbude „Rizzel“ eröffnet

Bückeburg Schrauberbude „Rizzel“ eröffnet

Im Bemühen, die im Gebäude Jetenburger 34 Straße gelegene Bückeburger Jugendfreizeitstätte so umzustrukturieren, dass die in den vergangenen Jahren stark auf Kinder fokussierte Einrichtung künftig deutlich mehr von Jugendlichen als Treffpunkt genutzt wird, hat der mittlerweile von Dan Bürcher geleitete „Laden“ ein neues Angebot aus der Taufe gehoben: eine Fahrradwerkstatt.

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Die beiden Jugendlichen Kevin Roznowski (14, links) und Arthur Rosenberger (15, rechts) gehören zu denjenigen Stammgästen der Jugendfreizeitstätte, die sich gemeinsam mit Michael Striewe in der neuen Fahrradwerkstatt engagieren wollen.

Quelle: wk

Bückeburg. Auf die Idee zu dieser – in Anlehnung an die Zahnräder von Drahteseln mit der Wortschöpfung „Rizzel“ benannten – Schrauberbude war er gekommen, nachdem ihn immer wieder einige junge Leute nach einem Schraubenschlüssel oder anderen Werkzeugen gefragt hatten, mit denen sie ihre Fahrräder reparieren wollten. Sei es, weil ein Reifen platt war, die Gangschaltung eines Rennrades justiert oder etwa ein nach einem Sturz verdrehter Lenker eines BMX-Rades wieder gerade gerückt werden musste. „Man hat einfach gemerkt, was die brauchen, um ihrem Hobby nachzugehen“, sagt Bürcher.

 Im Ausschuss für Jugend und Familie hatte er seine Idee vorgestellt und „großen Zuspruch“ erhalten. Für 240 Euro wurden daraufhin zwei mit Kleinwerkzeugen gefüllte Werkzeugkoffer, Ersatzfahrradketten sowie Flickzeug angeschafft und eine als Lagerraum verwendete Garage zum Werkstattraum umfunktioniert. „Wir wollen erst einmal gucken, ob dieses Angebot angenommen wird“, erklärt Bürcher die zunächst bescheidene Investition. Andererseits sei aber bereits alles Notwendige vorhanden, um die üblichen Wartungen und Reparaturen durchführen zu können. Fachliche Unterstützung erhalten die jungen Leute von dem gelernten Kfz-Mechaniker Michael Striewe, der sich bereits seit mehr als drei Jahrzehnten als Ehrenamtlicher in der Jugendfreizeitstätte engagiert. Er selbst sieht dieses Angebot auch als Gelegenheit, dass Jugendliche Erfahrungen in handwerklichen Dingen sammeln, die ihnen vielleicht hinsichtlich ihrer Berufsorientierung helfen können.

 Geöffnet hat „Rizzel“ freitags von 16 bis 18 Uhr und je nach Bedarf – sprich: wenn es einen Schaden zu beheben gilt. Bei solchen individuellen Terminen werden die „Schrauber“ von Frederic Zirbes betreut, der derzeit seinen Bundesfreiwilligendienst in der Jugendfreizeitstätte absolviert. Während der regulären Öffnungszeiten soll diese laut Bürcher aber auch eine Anlaufstelle für Bürger jeden Alters sein, die mal eine kleinere Reparatur an ihren Drahteseln durchführen lassen möchten. „Und zwar kostenlos“, betont Bücher, „denn wir sind nicht profitorientiert.“ Eventuell benötigte Ersatzteile (Reifenflickzeug ausgenommen) müssten die „Kunden“ allerdings schon selbst mitbringen.

 Parteiübergreifend gebe es einen „breiten Konsens, die in der Jugendfreizeitstätte geleistete Arbeit zu unterstützen“, berichtete die SPD-Ratsfrau Anka Knechtel, die für die Stadt zur Eröffnung gekommen war. Denkbar sei, dass dort auch jene Fundsachen-Fahrräder aufbereitet werden, die alle zwei Jahre im Rahmen des örtlichen „Sattelfestes“ öffentlich versteigert werden, ergänzte Wilhelm Klusmeier (Grüne).

 An die Eröffnung schloss sich eine „Night-Skate-Session“ auf der Halfpipe an, bei der Skateboarder, Inline-Skater und BMX-Fahrer zu Discomusik ihr Können zeigten.wk

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