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Schütte-Chor und Kammerchor Cantemus im Rathaussaal

Magische Stimmung Schütte-Chor und Kammerchor Cantemus im Rathaussaal

Rund anderthalb Jahre haben sie gedauert, die Vorbereitungen für das erste gemeinsame Konzert von Kammerchor Cantemus und Schütte-Chor. Schon im Sommer 2015 sei bei den Niedersächsischen Chortagen „der Funke übergesprungen“, berichten Thomas Schweda und Sibylle Preuß, die als Vertreter der beiden Chöre das Doppel-Konzert im nahezu ausverkauften Rathaussaal eröffneten.

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Bückeburg. Entsprungen ist dieser Funke, der beide Ensembles jetzt zusammen auf die Bühne führte, sicherlich nicht zuletzt den gemeinsamen Wurzeln: Denn während der Schütte-Chor 1975 von ehemaligen Sängern der Schaumburger Märchensänger ins Leben gerufen wurde, fanden sich im 2004 gegründeten Kammerchor Cantemus zahlreiche Ehemalige des Schaumburger Jugendchors.
Dessen Ursprung is ebenfalls eng mit der Geschichte der Märchensänger verknüpft. In beiden Chören sind daher bis heute Mitglieder aktiv, die noch zu Jugendzeiten bei Edith Möller ihre Stimme schulten. Die 1975 verstorbene Gründerin der Schaumburger Märchensänger wäre im am 7. Oktober vergangenen Jahres 100 Jahre alt geworden.
Man habe nicht nur gemeinsame Wurzeln, sondern auch gemeinsame Lieblingslieder, bekannten Preuß und Schweda. Mit einem solchen, und einem echten Klassiker obendrein, nämlich „Viele verachten die edele Musik“ von Johann Kaspar Bachofen, eröffneten Schütte-Chor und Cantemus den gemeinsamen Auftritt. Weiter ging es mit „Vespergesang“ von Dmitry Bortniansky.
In den folgenden Abschnitten wechselten sich beide Ensembles mit Streifzügen durch mehrere Jahrhunderte Chormusik ab. Der von seinem Gründer Jürgen Schütte dirigierte Schütte-Chor intonierte dabei auch Spirituals wie „Live A-Humble“, George Gershwins „Somebody Loves Me“, den Beatles-Klassiker „When I’m Sixty-Four“ und diverse spanische und südamerikanische Melodien.
Der Kammerchor Cantemus unter der Leitung von Stephanie Feindt startete seinen Streifzug durch die Musikgeschichte mit „Come in and stay a while“ von Rhonda Polay und wanderte über „Odi et amo“ aus Carl Orffs „Catulli Carmina“ bis zu den großen Komponisten der Romantik Felix Mendelssohn Bartholdy, Robert Schumann und Franz Schubert.
Die Magie Edith Möllers war im Rathaussaal förmlich mit den Händen zu greifen, als beide Chöre im Zugabenteil „Kein schöner Land“ von Anton Wilhelm von Zuccalmaglio anstimmten und dabei das Publikum mitsingen ließen. Das beste hatten sich die Chöre bis zum Schluss aufgehoben, als das sicherlich am sehnlichsten erwartete Stück des Abends erklang – nämlich das legendäre „Mein Vater war ein Wandersmann“, das Edith Möller mit ihren Schaumburger Märchensängern 1952 zu Weltruhm brachte.

jp

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