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Schulkinowochen in Bückeburg eröffnet

300 Schüle rsehen „Bach in Brazil“ Schulkinowochen in Bückeburg eröffnet

 Im Residenz-Kinocenter sind am Montagmorgen die Schulkinowochen Niedersachsen eröffnet worden. Rund 300 Schüler genossen in zwei Kinos „Bach in Brazil“, anstatt die Schulbank zu drücken.

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Selfie von den Schulkinowochen oder ein Film über das Schulorchester? Regisseur Ansgar Ahlers (von links) mit Kultusministerin Frauke Heiligenstadt, Kreis-Schuldezernentin Katharina Augath und Adolfinum-Schulleiter Michael Pawel.

Quelle: tol

Bückeburg. Mit dabei war auch Kultusministerin Frauke Heiligenstadt: „Ein Luxus, dass eine Ministerin an einen Montagmorgen eineinhalb Stunden im Kino verbringen kann.“

 Mit den Schulkinowochen soll die Film- und Medienkompetenz der Schüler gefördert werden. Rund 70000 Schüler werden in ganz Niedersachsen in den Vorstellungen erwartet. „Bach in Brazil“ wurde teilweise in Bückeburg gedreht, einige der Kinogänger waren bei den Dreharbeiten 2014 im Schloss als Komparsen dabei.

 Die Eröffnung wurde von Schülern des Gymnasium Adolfinums moderiert. Schulorchester und Leistungskurs unter der Leitung von Agnes Bergmann-Thiel spielten Johann Sebastian Bachs „Air“ aus der Orchestersuite Nr. 3 in D-Dur mit Samba-Rhythmus und Perkussionsinstrumenten. Nach der Begrüßung durch die Kultusministerin und Kino-Chef Frank Rubba – „es wird spannend, ihr werdet nicht einschlafen“ – ging es los.

 Und der Film kam an. Das wurde in der anschließenden Diskussionsrunde über den Film sowie Medien in den Schulen im Allgemeinen mit Regisseur Ansgar Ahlers, der Kultusministerin und Michael Jahn, Projektleiter der bundesweiten Schulkinowochen, deutlich. Moderiert wurde die Debatte von Schülern des Adolfinums. Er sehe nur zufriedene Gesichter, die Konzentration war bis zum Schluss da, sagte der Regisseur, um das Publikum dann zu fragen: „Hat Euch der Film gefallen?“ Eine Frage, die mit reichlichem Applaus beantwortet wurde. Die Ministerin gestand, zwischendurch Gänsehaut gehabt zu haben: „Ich kann den Film nur empfehlen.“

 Zum Einsatz von Medien in Schulen und zur Ausstattung von Schulen, um zum Beispiel eigene Filme zu machen, sagte Jahn, dass es wichtig sei, das „Sehen“ in Schulen zu lernen, nicht nur lesen und schreiben: „Jedes Bild hat seine eigene Sprache.“ Zu seiner Zeit habe es nur drei Fernsehsender gegeben, erinnerte sich der Regisseur: „Heute gibt es viel zu viele Medien, die auf Euch eindreschen.“ Die Schulen seien medial schon recht gut ausgestattet, betonte Heiligenstadt auf entsprechende Nachfrage. Bei „Filmklappe“ einem jährlichen Festival für Schülerfilme, seien mehr als 300 Beiträge eingereicht worden Viele seien mit einfachen Mitteln gemacht worden, mehr werde nicht unbedingt benötigt. Ahlers erinnerte daran, dass es Festivals für Handy-Filme gebe. Wichtig sei: „Haltet die Augen auf, denn jeder hat eine Geschichte zu erzählen.“

 An seiner Geschichte und der Umsetzung von „Bach in Brazil“ hat Ahlers rund acht Jahre gearbeitet. Er habe einen Film mit einer positiven Botschaft machen wollen. Menschen sollten sich offen verhalten, aufeinander zu gehen, wie er mit der Wandlung der Hauptfigur Marten Brückling (Edgar Selge) deutlich gemacht habe. Musik verbinde unterschiedliche Kulturen, so die Kultusministerin. Gemeinsames Musizieren helfe über alle Sprachbarrieren hinweg und erleichtere es, Sprache zu lernen.

 „Bach in Brazil“ mit Edgar Selge in der Hauptrolle wird am 17. März in die Kinos kommen und dann auch in Bückeburg laufen. rc

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