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Schulwesen kommt nicht zur Ruhe

Bückeburg / FDP Schulwesen kommt nicht zur Ruhe

Zu einem Vortrag mit dem Titel „Pro und Kontra zur Oberschule Niedersachsen“ hat der FDP-Kreisverband Schaumburg Interessierte in das Bückeburger Hotel Ambiente eingeladen. Als Referent fungierte der Diplomfinanzwirt Björn Försterling, Mitglied des Niedersächsischen Landtages und unter anderem Bildungspolitischer Sprecher der dortigen FDP-Fraktion im Landesparlament.

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Der FDP-Landtagsabgeordnete Björn Försterling stellt das von seiner Partei initiierte Konzept der Oberschule vor.

Quelle: wk

Bückeburg (wk). Auf eine differenzierte Gegenüberstellung von Vor- und Nachteilen dieser neuen Schulform mit idealerweise einem abschließenden Resümee seitens des FDP-Politikers durften die gerade mal zehn der Einladung gefolgten Zuhörer – trotz des Vortragstitels – jedoch vergeblich hoffen. Vielmehr konzentrierte sich Försterling auf die aus seiner Sicht vorhandenen Pro-Argumente des – nach eigenen Angaben – von seiner Partei im Niedersächsischen Landtag durchgesetzten Konzeptes und dessen grundsätzlicher Beschreibung. Das Ansprechen von Kontrapunkten oblag dagegen der Zuhörerschaft.

So erklärte der Referent etwa, dass die Schulstruktur durch die ab 1. August 2011 startenden Oberschulen, in denen Schüler der fünften bis zehnten Jahrgangsstufe unterrichtet werden, „demografiesicher“ werde. Darüber hinaus würde die neue Schulform, die auch um ein sogenanntes gymnasiales Angebot erweitert werden kann, das schrittweise auf das spätere Abitur vorbereitet, zu einer Qualitätssteigerung und aufgrund der „Leistungsdifferenzierung unter einem Dach“ zu einer „Erhöhung der Durchlässigkeit“ führen. Sollte heißen: Der schulische Aufstieg von Hauptschülern zu Kandidaten, die den Realschulabschluss oder gar das Abitur schaffen, werde auf diese Weise leichter.

Es sei ihm „nicht gelungen“, den Ausführungen des Referenten in Gänze zu folgen, räumte der einladende Schaumburger FDP-Kreisvorsitzende Paul-Egon Mense ein. Kritisch merkte er jedoch an, dass wenn nach der nächsten Landtagswahl eine andere Partei die Regierung übernehmen sollte, die Reform des Schulwesen wieder von vorne losgehe. Aus diesem Grund riet er, derartige Entscheidungen von der Landes- auf die Bundesebene zu verlagern, da dadurch mehr „Stabilität“ gegeben wäre.

Aus dem übrigen Publikum warf Herwig Henke, der Leiter der Graf-Wilhelm-Schule (Hauptschule) in Bückeburg, die rhetorische Frage ein, wo denn die Unterschiede zwischen der Oberschule und den bereits vorhandenen Gesamtschulen seien. Jedenfalls sehe er keine neuen Ansätze, warum die Oberschule besser sein sollte als das bisherige Angebot an Schulformen. Zudem befürchtete er, dass die Oberschulen langfristig zu „Restschulen“ werden und es dann außer den verbleibenden Gymnasien nichts anderes mehr geben werde.

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