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Schwarzes Schaf gegen einen rot verzierten Stein

Bückeburg / Gewerkschaft will Tarifvertrag für Bethel-Mitarbeiter Schwarzes Schaf gegen einen rot verzierten Stein

Mit der Überreichung eines „schwarzen Schafes“ durch die Sekretärinnen der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di, Aysun Tutkunkardes und Anette Clausing, an die Geschäftsführer Ralph Freiherr von Follensius und Claus Eppmann haben Mitarbeiter des Bückeburger Krankenhauses Bethel gestern erneut ihre Forderungen nach einem Tarifvertrag und Lohnerhöhungen zum Ausdruck gebracht.

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Anette Clausing (von rechts) und Aysun Tutkunkardes überreichten Ralph Freiherr von Follenius und Claus Eppmann ein schwarzes Schaf. Diese bedankten sich mit einem hohlen Betonklotz.

Quelle: bus

Bückeburg (bus). „Sie können uns beschimpfen, bedrohen und verletzen, aber sie können uns nichts anhaben“, war auf einem der zahlreichen Plakate zu lesen.

 Das „schwarze Schaf“ stehe unter anderem für eine Person oder ein Unternehmen, das negativ aus dem Rahmen falle, erläuterte Tutkunkardes. „Sein negatives Verhalten kann sogar Auswirkungen auf die ganze Branche haben, wie es Beispiele im Einzelhandel, bei Versicherungen oder Banken zeigen.“ Den Kolleginnen und Kollegen werde am Krankenhaus Bethel das Grundrecht auf Streik versagt, führte die Sekretärin aus. „Und wenn sie dem Streikaufruf von ver.di folgen wollen, wird in hübscher Regelmäßigkeit durch eiligst versandte Mitarbeiterinformationen verunsichert und gedroht.“ Dieses Verhalten sei aus Gewerkschaftssicht nicht mit den christlichen Grundwerten vereinbar. „Und dafür gibt es das schwarze Schaf.“

 Tutkunkardes und Clausing würdigten die Tatsache, dass von Follensius und Eppmann die Auszeichnung persönlich in Empfang nahmen, als „schön und löblich“. Die Empfänger waren aber nicht mit leeren Händen gekommen und überreichten den ver.di-Vertreterinnen ihrerseits einen mit einem roten Tuch verzierten hohlen Stein. Laut Eppmanns Erläuterungen stelle der Stein die Starrheit von ver.di dar und sei gewissermaßen als Appell zu verstehen, „in den laufenden Tarifverhandlungen flexibel zu werden sowie flexibel zu sein in der Gestaltung der Organisation und dergleichen“. Er lade die Gegenseite gerne in die entsprechenden Runden ein.

 „Kommen Sie gerne in die arbeitsrechtliche Kommission, um dort gemeinsam mit uns einen ordentlichen Weg zu finden und bitte orientieren Sie sich an den Marktherausforderungen, die wir als Mitarbeiterschaft insgesamt zu bestehen haben“. Der gegenseitigen Aushändigung von Schaf und Stein kam Eppmanns Auffassung ein mehr oder weniger sportlicher Charakter zu: „Das entspricht in etwa dem Wimpeltausch in einem guten Fußballspiel.“

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