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Schwimmstars kämpfen im Bergbad um Pokale

Sportliches Großereignis Schwimmstars kämpfen im Bergbad um Pokale

Seit mehr als drei Jahrzehnten sorgt ein Sportereignis dafür, dass Bückeburg einen Ruf wie Donnerhall genießt: das Bergbad-Pokal-Schwimmfest. Zum 36. Mal fand dieses schwimmsportliche Großereignis statt.

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Schwimmfest-Organisator Ralph Seele mit der mehrfachen Deutschen Vizejahrgangsmeisterin Mona Groteguth.

Quelle: jp

Bückeburg. Weit mehr als 500 Aktive sowie unzählige weitere Trainer, Betreuer, Schiedsrichter, Kampfrichter, Zeitnehmer, Helfer und Organisatoren verwandelten die Liegewiesen am Südharrl in eine riesige Zeltstadt.

 Was für ein Ansehen der Bergbad-Pokal genießt, das zeigt nicht nur die regelmäßige Teilnahme so renommierter Vereine wie der SG Neukölln (das ist immerhin der Verein so namhafter Athleten wie Franziska van Almsick oder Britta Steffen) und so prominenter Schwimmsportler wie der mehrfachen Deutschen Meisterin und Europarekord-Halterin Daniela Samulski sowie der Europameisterin und Olympiadritten Cathleen Rund, sondern auch die inzwischen immer größere internationale Besetzung: Außer einem alljährlich großen Aufgebot niederländischer Vereine gingen bereits Schwimmsportler aus Frankreich, Polen, Dänemark, Kenia, Finnland, den USA und in diesem Jahr Kolumbien auf die 50-Meter-Bahnen des Sportbeckens.

 Eine ganz besondere Ehrung wurde der Veranstaltung im Januar dieses Jahres zuteil: Die Leser des „Swimsport Magazine“ wählten den Bergbad-Pokal bei der Kür der schönsten Schwimm-Wettkämpfe Deutschlands auf Platz zehn.

 Was aber macht diesen enormen und immer wiederkehrenden Reiz des nunmehr offiziell zehntschönsten Schwimmfests Deutschlands aus? „Das ist vor allem das Bad sowohl mit seinen Wettkampfbedingungen als auch seiner ganzen Lage und Umgebung“, ist sich Ralph Seele sicher. Seit vielen Jahren trägt der stellvertretende Vorsitzende der veranstaltenden Schwimmabteilung des VfL Bückeburg als Chef-Organisator die Verantwortung beim größten Schwimmfest Schaumburgs. Nicht zu vergessen die perfekte Organisation, die seit 36 Jahren wie eine geölte Maschine läuft und nicht zuletzt den vielen Eltern der Bückeburger Schwimmer, aber auch vielen Ehemaligen und weiteren freiwilligen Helfern zu verdanken ist.

 „Für viele Vereine stellt der Bergbad-Pokal mit der Möglichkeit, hier auf der Wiese zu zelten, den traditionellen Saisonabschluss dar“, weiß Seele aus Erfahrung. Tatsächlich erstreckt sich an beiden Wettkampftagen eine schier unüberschaubare Zahl von Zelten über die gesamte Anlage. Rund 150 dürften es in diesem Jahr gewesen sein. Und die Möglichkeit, den Schwimmwettkampf im Bergbad gleich mit einem zweitägigen Zeltkurzurlaub zu verbinden, nutzen nicht nur von weit her angereiste Vereine wie Van Vliet-Barracuda Nieuwerkerk aus Bückeburgs Partnerstadt Zuidplas oder die SGS Hamburg, sondern auch Nachbarklubs aus der direkten Umgebung, für die die Fahrt nach Bückeburg eigentlich ein Katzensprung wäre.

 Trotzdem lassen auch sie sich die Gelegenheit nicht nehmen, für zwei Tage mit ihren Aktiven, Trainern, Betreuern, Helfern und Eltern in die Atmosphäre der gigantischen Zeltstadt einzutauchen. So wie beispielsweise der SC 80 Porta, der mit der 22-köpfigen Aktiventruppe wie immer auf dem höchsten Punkt der Liegewiese über dem Sportbecken campierte. „Die Liegenschaft ist einfach ein Traum“, befinden der Vorsitzende Carsten Urbat und Trainer Lars Dießelhorst. „Zudem erleben wir hier eine wirklich unglaubliche Gastfreundschaft.“ Dießelhorst schwamm selbst bereits vor 25 Jahren als Jugendlicher beim Bergbad-Pokal mit und genoss damals das riesige Zeltlager rund um Sportbecken und Sprungturm. „Das gemeinsame Zelten schweißt einfach die Gemeinschaft in der Truppe der Aktiven zusammen“, weiß er aus Erfahrung. „Außerdem lockt es zahlreiche Eltern an, denen man dadurch die Leistungsfähigkeit des Vereins demonstrieren und sie gleichzeitig zur Mitarbeit gewinnen kann.“ Dass man überhaupt einen solchen Wettkampf in einem öffentlichen Bad austragen und dabei auch noch zelten könne, sei überhaupt nicht selbstverständlich und daher gar nicht hoch genug einzuschätzen, kann sich Urbat als kleine Spitze auf die Verhältnissenim eigenen Freibad in Porta Westfalica nicht verkneifen.

 Auch ein prominenter Schwimmsport-Oldie wie der 38-jährige Jochen Hanz, Europameisterschaftsteilnehmer von 2001 und 2002, konnte es sich nicht verkneifen, sich noch einmal mit der Jugend zu messen. Das schönste Kompliment erhielt Seele allerdings in Gestalt von Mona Groteguth: Die mehrfache Deutsche Vizejahrgangsmeisterin vom SC Magdeburg und amtierende Bergbad-Rekordhalterin über 100 Meter Rücken machte auf dem Weg aus den USA, wo sie Psychologie und Management mit einem Sportstipendium studiert, in Bückeburg Station, um einmal kurz bei ihrem erklärten Lieblings-Wettkampf vorbeizuschauen. jp

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