Volltextsuche über das Angebot:

8 ° / 7 ° Regenschauer

Navigation:
Selbst Wagner kommt im Dixielandsound daher

Bückeburg / Klangzauber Selbst Wagner kommt im Dixielandsound daher

Auf einem Spaziergang durch die Welt der unterschiedlichsten Swing-Musiken hat die Brass Band Berlin die Reihe „Klangzauber im Schloss“ am Sonnabend von Beifalls- und Jubelstürmen umrahmt eröffnet. Wenige Minuten nachdem der quirlige Bandleader, Conférencier, Percussionist, Vokalist sowie Xylophonist Thomas Hoffmann und seine Crew mit dem zackig-flott im Dixie-Stil verabreichten „When the Saints go marching in“ eingezogen waren, flog ihnen die Sympathie des Publikums zu. Bereits nach dem gelungenen Entrée hagelte es Applaus, der dann über zwei Stunden lang nicht verebbte. Im Gegenteil: Er wurde immer stärker.

Voriger Artikel
Mann der ersten Stunde übergibt Buchhaltung
Nächster Artikel
Demografischer Wandel und die Hallenzeiten

Unbändige Spielfreude, virtuose Beherrschung der Instrumente und ein bunt gemixtes Programm: Beim Klangzauber-Konzert im Festsaal des Bückeburger Schlosses begeistern die Musiker der Brass Band Berlin ihr Publikum.

Quelle: wk

Bückeburg (dis). Denn als die acht Bläser, zwei Schlagzeuger, darunter Alleskönner Hoffmann, sowie der Gitarrist Schostakowitschs „The Second Waltz“ pfiffig und doch sehr tonschön vorführten und mit Drive Henry Mancinis „Pink Panther“ hinzufügten, entzündeten die Klänge lebhafte Bilder im Kopf. Auch bei Wolfgang Amadeus Mozarts verswingtem Spezialarrangement von „Die kleine Nachtmusik“ fiel es nicht leicht, still zu sitzen. „Wolferl“ hätte seinen Spaß gehabt.
Zum Amüsement der Zuhörer wurden später auf ebenso gekonnte wie ulkige Weise Wagner-Episoden aus „Lohengrin“, „Walküre“, dem „Fliegenden Holländer“, ja sogar aus „Tannhäuser“ verjazzt, wie es nicht flotter möglich ist – und das in viereinhalb Minuten!

Im Wahnsinnstempo fügte Trompeter Christian Meyers den Wagner-Ausflügen Al Hirts „Green Hornet“ in atemberaubender Technik hinzu, und der Chef sang mit viel Gefühl „Rhythm is our business“. Bevor eine längere Pause nahte, fand die Truppe noch das ideale musikalische Futter für ihr spezielles Arrangement von „12th Street Rag“ sowie ein sehr schwungvoll ausgekostetes „My Fair Lady“-Medley, bei dem sich Hoffmann noch einmal richtig ins Zeugen legen konnte.

Auch im zweiten Teil ließen sich die Herren nicht lumpen. Sie fanden in Maurice Ravels „Bolero“, Friedhelm Schönfelds launigem „Presenting the Band“ und im feurig kredenzten „Säbeltanz“ eine Unmenge musikalischer Ideen. Tilmann Dehnhard verwöhnte das Auditorium mit dem auf der Goldflöte intonierten „Tico-tico“, einer sehr rasanten Samba, und Friedrich Mils ging mit seiner Trombone ideal auf das melancholische „The shadow of your smile“ ein. Drive, Biss und Farbe stimmten im „Five foot two, eyes of blue“. Und der Schmelztiegel der Emotionen tat sich in Georges Bizets „Carmen Suite“ auf, um sich übermütig in „Sing, sing, sing“ zu entladen.

Für den begeisterten Applaus spendierten die Berliner ein aufgepepptes russisches Volkslied und das bekannte „Dankeschön“.

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Online suchen, Angebot finden, einkaufen gehen: Das steckt in Kurzform hinter „Kauf hier – lokal & digital“. Eine Auswahl aktueller und preislich besonders attraktiver Produkte finden Interessierte stets auf unserer Homepage... mehr

Eine gute Tradition findet regelmäßig ihre Fortsetzung – die „Aktion Weihnachtshilfe“. In der Vorweihnachtszeit rufen die Schaumburger Nachrichten unter dem Motto „Schaumburger helfen Schaumburgern“ jedes Jahr zu Spenden für bedürftige Menschen im Landkreis auf. mehr

Schaumburg