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Sepplhosen-Seligkeit

Bückeburg Sepplhosen-Seligkeit

Auch wenn das Münchener Oktoberfest in diesem Jahr einen Rückgang des Bierumsatzes zu verzeichnen hatte – so ganz reichte der Gerstensaftausstoß beim dreitägigen Bückeburger Pendant an das bajuwarische Vorbild dennoch nicht heran. „Aber durstig samma scho alleweil“, meinte Dietmar „Motz“ Warmbrunn mit Blick auf das Publikum.

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Bückeburg. Der Festwirt zeichnete bereits zum 18. Mal für die Ausrichtung der Dirndl- und Sepplhosen-Seligkeit verantwortlich. Wie im Vorjahr, als das angestammte Areal am „Park-Café“ im Schlossgarten im Anschluss an ständige Erweiterungen nicht mehr genügend Platz bot, fand die Zeltfestgaudi erneut im Industriegebiet Kreuzbreite gegenüber dem „Neschen-Auge“ statt. „Ein Umzug, der sich allemal gelohnt hat“, so Warmbrunn.

Und wiederum bekam das „Auge“ einiges zu sehen, was man hierzulande noch vor zwei Jahrzehnten kaum für möglich gehalten hätte. Bis auf wenige zu vernachlässigende, krachblöde Ausnahmen kamen alle Liebhaber des Ozapft-is-Vergnügens bayerisch-trachtlernd daher – weiß-rot-blau (was ja auch dem schaumburg-lippischen Landesauge schmeichelt) chargierendes Pepita, soweit das Sichtvermögen reichte; Dirndl sowieso und Krachlederne ohne Ende. Apropos Schmeicheln und krachledern: Die Tierfell-Beinkleider verstehen es von Motz-Wiesn zu Motz-Wiesn auf immer bemerkenswertere Art, auch dem weiblichen Hinterteil prägnante Ausdrücke zu verleihen.

Ein erklecklicher Anteil an der Rundumzufriedenheit kam einmal mehr den Reuscher Musikanten zu. Die am Rande des Steigerwaldes beheimateten Stimmungskanonen, die Fest und Veranstalter seit ebenfalls 18 Jahren treu verbunden sind, hatten einmal mehr alles auf dem Programmzettel, was das Partygängerherz erfreut. Da passte alles wunderbar zueinander – Die Ärzte zu Lady Gaga, Nena zu Jürgen Drews, Andrea Berg zu AC/DC und die Münchner Freiheit zu den Toten Hosen.

Dass Küche (ein Pärchen Weißwürste mit Brezel, Braunbiergulasch mit Spätzle) und Theke (König Ludwig hell und dunkel) kaum einen Wunsch offen ließen, bedarf keiner besonderen Erwähnung.

„Mittlerweile werden diese Feiern ja auch außerhalb Bayerns in jedem Hühnerstall organisiert, aber das hier ist nach wie vor das Beste, besser geht es nicht“, gab Warmbrunn zu Protokoll, als er seinen Blick über die weit mehr als 2000 Quadratmeter bedeckenden Festzeltdielen schweifen ließ. Obwohl – das hat das Herzerl in den zurückliegenden knapp zwei Dekaden schon des Öfteren gesagt und zwölf Monate darauf sein Publikum mit Novitäten überrascht. Auf die Frage, was die hiesigen Oktoberfestfreunde im nächsten Jahr erwartet, lautete die frohgemute Antwort des Gastronomen: „Das schunkelt sich schon zurecht.“ bus

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