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Sexuelle Rechte auch ein Menschenrecht

Thema Gewalt gegen Frauen Sexuelle Rechte auch ein Menschenrecht

Im Vorfeld des  „Weltfrauentages“ hat die Ortsgruppe Schaumburg der Menschenrechtsorganisation Amnesty International wieder mit ihrem gelben Info-Stand in der Fußgängerzone Präsenz gezeigt.

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Während ihrer Protestaktion in der Fußgängerzone können die Amnesty-International-Aktivistinnen Christel Wieding (von links) und Renate Schneider auch wieder auf die Unterschriften ihrer regelmäßigen Unterstützer vertrauen.

Quelle: wk

Bückeburg. Schwerpunktthema war diesmal ein Protest gegen die in El Salvador zu beklagende staatliche „Gewalt gegen Frauen“, die sich – so Christel Wieding, Sprecherin der Ortsgruppe – unter anderem in einem „absoluten Abtreibungsverbot“ zeigt.

 Demnach ist Frauen oder Mädchen in diesem lateinamerikanischen Land sogar dann ein Schwangerschaftsabbruch verboten, wenn die Schwangerschaft Folge einer Vergewaltigung ist oder wenn durch die Fortsetzung der Schwangerschaft das Leben der Frau in Gefahr ist. Verstöße gegen dieses diskriminierende Gesetz würden regelmäßig mit langjährigen Haftstrafen geahndet, wobei in El Salvador sogar – ohne jedes eigene Zutun der Schwangeren erlittene – Fehlgeburten als unzulässige Abtreibung eingestuft würden.

 Um den Kampf von Amnesty International für eine Aufhebung dieses strikten Abtreibungsverbotes zu unterstützen, hatten die Bückeburger Aktivisten an ihrem Stand in gewohnter Manier entsprechende Unterschriftenlisten ausgelegt, in die sich die vorbeikommenden Passanten eintragen konnten, um ihrerseits den Protest zu bekräftigen. Ein Aufruf, dem erwartungsgemäß zwar nur einige der durch die Innenstadt flanierenden Leute folgten, dafür aber zählten zu den Unterzeichnenden wieder viele treue Unterstützer der verschiedenen „Amnesty“-Aktionen.

 Wie den von Wieding und ihrer Mitstreiterin Renate Schneider außerdem ausgelegten, von Amnesty International stammenden Informationsmaterialien zu entnehmen war, leben übrigens 40 Prozent aller Frauen im gebärfähigen Alter in Ländern, in denen Schwangerschaftsabbrüche „verboten, beschränkt oder nicht zugänglich sind“. Pro Jahr würden mehr als 14 Millionen minderjährige Mädchen zu Müttern, wobei dies meist das „Ergebnis von erzwungenem Sex oder ungewollter Schwangerschaft“ sei. Demgegenüber sterben laut der Menschenrechtsorganisation jedes Jahr rund 47000 Frauen „an Komplikationen bei unsicheren Schwangerschaftsabbrüchen“.

 Nicht zuletzt wegen solcher Schicksale hat Amnesty International die Kampagne „My Body, My Rights“ (übersetzt: „Mein Körper, meine Rechte“) ins Leben gerufen, mit der ebenfalls für die Einhaltung der Menschenrechte – hier speziell für die „sexuellen und reproduktiven Rechte“ – gekämpft wird. Und auch dafür wurden in der Bückeburger Fußgängerzone die Amnesty-Forderungen bekräftigende Unterschriften gesammelt. wk

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