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Sicherheitsbedenken

Brücke "Hoher Weg" Sicherheitsbedenken

Die Brücke „Hoher Weg“ über die Bahngleise in Evesen muss erneuert werden. Fünf Jahre gibt ihr der Gutachter Lutz Weikert noch, aber auch nur, wenn umgehend Feuchtigkeitsschäden beseitigt werden. Denn durch undichte Überbaufugen sind Wasser und Chloride in das Tragwerk darunter eingedrungen und haben bereits zu erheblichen Schäden geführt.

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Fünf Jahre geben die Experten der Brücke „Hoher Weg“ über die Bahngleise noch, dann muss sie auf Kosten der Stadt neu gebaut werden. Es sei denn, dass bis dahin Entscheidungen in Sachen Ausbau der Bahnstrecke oder Abbau von Bahnübergängen gefallen sind.

Quelle: rc

BÜCKEBURG. 150000 Euro sind für dieses und für kommendes Jahr bereits im Haushalt der Stadt verankert. Noch teurer wird es, wenn in fünf Jahren die Brücke komplett neu gemacht werden muss. „Das geht in den Millionenbereich, das wird ein gehöriger Schluck aus der Pulle“, sagte Baubereichsleiter Jörg Klostermann während der jüngsten Sitzung des Bau- und Umweltausschusses, bei der die Sanierung beraten wurde.

Dort kam zudem angesichts der Diskussion um den Ausbau der Bahnstrecke zwischen Hannover und Löhne, unabhängig davon, ob nun trassennah oder trassenfern, gleich die Frage auf, ob die Stadt überhaupt noch Geld in einen Neubau stecken sollte. Ratsherr Gerhard Schöttelndreier (SPD): „Wer bezahlt uns das, wenn der Ausbau kommt?“ Diese Diskussion würgte der Ausschussvorsitzende Bernd Insinger (SPD) recht schnell ab: Über das Thema könne man stundenlang reden, ohne zu einem Ergebnis zu kommen. Besser sei, jetzt ein „bisschen Geld reinzustecken – dazu gibt es keine Alternative“ – und fünf Jahre Zeit zu gewinnen. „Vielleicht hat sich bis dahin der Nebel bei der Bahn gelichtet.“

Keine Pläne zu finden

Ein zweite Variante, mit der die Stadt um die Kosten der Brückenerneuerung herum kommen könnte, brachte der Baubereichsleiter mit dem Thema beschrankte Bahnübergänge in die Diskussion. Er erinnerte daran, dass die beiden letzten Bahnübergänge zwischen Hannover und Minden in Bückeburg liegen, alle anderen seien von der Bahn in den vergangenen Jahren mit Über- oder Unterführungen beseitigt worden. Er gehe davon aus, dass das auch in Bückeburg kommt. Damit wäre die Stadt in puncto Brücken-Neubau wohl aus dem Schneider. Denn nur wenige hundert Meter von der Brücke „Hoher Weg“ entfernt ist der beschrankte Bahnübergang Eveser Straße.

Zur Brücke: Wie der Gutachter erläuterte, habe es massive Schwierigkeiten gegeben, die Brücke zu analysieren und zu untersuchen. Denn: Nirgendwo waren Pläne des Baus, beziehungsweise einer Höherlegung im Zuge der Elektrifizierung der Bahnstrecke Mitte der sechziger Jahre, aufzufinden. Die Traglast habe daher ebenso wenig berechnet werden können wie Details des Baus, etwa die Stärke von Bewehrungen, festzustellen gewesen sind, ohne an die Substanz der Brücke zu gehen. Nach reichlich Überlegungen hätten er und sein Büro sich zu einer weiteren Nutzungsdauer von fünf Jahren „durchgerungen“.

Tragfähigkeit noch nicht beeinträchtigt

Kurzfristig müsse aber die Brücke instand gesetzt werden, um zu verhindern, dass die Schäden weiter fortschreiten. Dazu gehört insbesondere, dass durch Fugen auf der Brückendecke kein weiteres Wasser in die Brücke eindringen kann. Dies verhindere auch, dass das bereits eingedrungene Chlorid – Streusalz – weitere Schäden anrichten kann: „Herauszubekommen ist es nicht mehr.“ Bisher sei davon auszugehen, dass das Salz noch keine so großen Schäden angerichtet hat, dass es die Tragfähigkeit der Brücke beeinträchtigt.

Im Zuge der Sanierung der Brückenoberfläche muss auch der Beton unterhalb der Brücke saniert werden. Auch die Pfeiler werden instandgesetzt: Dort können abgeplatzte Betonstücke Schäden an vorbeirauschenden Zügen anrichten. Um diese Schäden zu beseitigen, muss die viel befahrene Strecke Hannover-Bielefeld komplett gesperrt werden. Die Anträge dafür, müssen ein Jahr im Voraus gestellt werden. rc

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