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Sinkende Einnahmen trotz Mitgliederzuwachs

Bückeburg Sinkende Einnahmen trotz Mitgliederzuwachs

Mit einer Bilanzsumme von rund 7,2 Millionen Euro und einem Gewinn von rund 143.000 Euro hat die Sterbekasse der Feuerwehren erneut ein respektables Ergebnis vorgelegt.

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Kirsten Schmöe

Quelle: jp

Bückeburg. Auch der Mitgliederbestand des vor 92 Jahren in Bückeburg gegründeten Sozialwerks sowie die Zahl der Versicherungen erhöhte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr um 49 auf 15740 Mitglieder und um 346 auf 31319 Versicherungen, so die Zahlen, die der Vorsitzende Klaus-Peter Twistel und Geschäftsführerin Kirsten Schmöe bei der jüngsten Hauptversammlung vorstellten.

Die reinen Beitragseinnahmen der Sterbekasse sanken allerdings trotz des Mitgliederzuwachses um 2,64 Prozent. „Wir haben weniger Mitglieder mit hohen Beiträgen und mehr jüngere Mitglieder mit niedrigeren Beiträgen, und das ist eigentlich eine sehr erfreuliche Entwicklung“, erläuterte Schmöe. Demgegenüber stiegen die Zinseinnahmen des Versicherungsvereins, wenngleich auch nur leicht um 1,76 Prozent. „Das hört sich auf den ersten Blick sehr niedrig an, ist aber vor dem Hintergrund des historisch niedrigen Zinsniveaus in Deutschland noch immer sehr bemerkenswert“, so Schmöe. Immerhin hatte die Sterbekasse Ende 2014 noch eine Durchschnittsverzinsung von 3,92 Prozent, verglichen mit Zinsen von derzeit unter einem Prozent bei zehnjährigen Bundesanleihen.

Ungewöhnlich hoch war indes die Zahl der Sterbefälle, die der Versicherungsverein zu bearbeiten und abzuwickeln hatte: Sie lag 2014 bei 252, nachdem sie in den Jahren zuvor, insbesondere 2012 mit nur 225, deutlich niedriger gelegen hatte. „Ich hoffe, dass wir das in diesem Jahr nicht noch einmal in dieser Höhe bekommen“, so Schmöe.

Ungewöhnlich an der Versammlung war auch der Termin im Juni, auf den die Zusammenkunft hatte verschoben werden müssen. Den Grund dafür hatte die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) geliefert: Diese hatte von der Sterbekasse eine Änderung der Satzung gefordert, da der bislang für die Beitragstarife geltende Rechnungszins von 3,5 Prozent heute in Deutschland nicht mehr zu erwirtschaften sei. Somit sei die Sicherheitsmarge zu gering, so die BaFin. Daher änderte die Sterbekasse der Feuerwehren ihren Rechnungszins, so wie bei allen anderen Lebensversicherern inzwischen üblich, auf 1,25 Prozent. Die entsprechende Satzungsänderung wurde jetzt von der Versammlung ebenso einstimmig bestätigt wie die Wiederwahl des Vorsitzenden Twistel und dessen Stellvertreters Horst Göhne.

„Die Sterbekasse hat in all den Jahren nichts von ihrer Bedeutung eingebüßt“, betonte Klaus-Peter Grote, Kreisbrandmeister und Mitglied im erweiterten Vorstand. Problematisch stellt sich für ihn die Mitgliederwerbung dar. Es werde immer schwieriger, neue Mitglieder aus den Reihen der Feuerwehren für Versicherungsverein zu werben: „Gerade viele junge Kameraden denken einfach noch nicht ans Sterben.“ jp

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