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Bückeburg Stadt Sorge um die Diskussionskultur
Schaumburg Bückeburg Bückeburg Stadt Sorge um die Diskussionskultur
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09:27 25.09.2018
Reiner Brombach Quelle: Archiv
Bückeburg

Für Ideologie und übertriebene Einzelinteressen sei „niemals Raum“ gewesen: „Für die Zukunft gilt es daher, die Diskussionskultur sowohl im Rat als auch in allen Ausschüssen beizubehalten und sich nicht in nicht zielführenden Streitereien zu verlieren.“

Wie berichtet, hatte BfB-Chef Raimund Leonhard den CDU-Fraktionsvorsitzenden als „Oppositionsführer light“ bezeichnet, später wurde es so laut, dass der Ratsvorsitzende Reinhard Luhmann um sein Hörgerät fürchtete.

Alle Vorschläge ernst nehmen

Wie Brombach im Gespräch mit dieser Zeitung sagte, habe in Teilen der Ratssitzung eine von Emotionen und Verbalattacken bestimmte Atmosphäre geherrscht. Deshalb sei es wichtig, den Anfängen zu wehren. Bückeburg habe sich in den zurückliegenden Jahren in nahezu allen Bereichen sehr positiv zu einem lebenswerten Standort entwickelt. Ein wesentlicher Grund dafür sei, dass sich alle Parteien und Gruppierungen gemeinsam mit der Verwaltung stets bemühen, Leben und Arbeiten in Bückeburg möglichst attraktiv zu gestalten. Vorschläge würden von allen Beteiligten ernsthaft diskutiert und beraten – egal, von welcher Seite sie gemacht werden. Als Ergebnis sei festzuhalten, dass fast alle Beschlüsse in den vergangenen Jahren – einschließlich der Haushalte – einstimmig gefasst worden sind. „Um diese Art der Kommunalarbeiten beneiden uns viele Städte und Gemeinden.“

Selbstverständlich seien dabei widerstreitende Argumente an der Tagesordnung, die jedoch im Interesse der Förderung des Gemeinwohls immer wieder zu einem Konsens geführt haben. „Diese Diskussionskultur müssen wir beibehalten“, mahnte Brombach. „Wir dürfen uns nicht aus persönlichen Animositäten angiften, sondern diskutieren.“

Von Raimund Cremers