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Sorgenvolles Jahr für den Tierschutzverein

Bückeburg Sorgenvolles Jahr für den Tierschutzverein

Der Rückblick von Monika Hachmeister auf die vergangenen zwölf Monate fiel diesmal emotionaler aus als gewöhnlich. „Es war eine sehr sorgenvolle Zeit, aber auch eine Zeit, in der wir feststellten, dass wir nicht allein sind und von den Menschen auch nicht allein gelassen werden, wenn wir Hilfe brauchen“, so die Vorsitzende des Tierschutzvereins Bückeburg-Rinteln und Umgebung.

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MonikaHachmeister

Bückeburg.  „Gerade in diesem Jahr ist es mir ein besonderes Bedürfnis, danke zu sagen und die uns entgegengebrachte große Hilfsbereitschaft zu würdigen“, ergänzte Hachmeister beider im JoëlLe-Theule-Saal des Rathauses tagenden Hauptversammlung.

 Die 1908 gegründete Gemeinschaft erlebte 2014 fraglos eines der aufregendsten Jahre ihrer Geschichte. „Unsere finanzielle Situation verschlechterte sich von Tag zu Tag mehr“, berichtete Hachmeister. „Es war zum Verzweifeln, mit ansehen zu müssen, wie alles, was wir aufgebaut und erreicht hatten, anscheinend den Bach hinunter ging.“ Die laufenden Kosten seien kaum noch reduzierbar gewesen, die Mindestlohnregelungen hätten zusätzliche Mehrkosten von rund 30000 Euro verursacht.

 Zudem hätten sich die Verhandlungen mit den Vertragstädten (Samtgemeinde Eilsen, Bückeburg, Obernkirchen, Auetal, Rinteln, Porta Westfalica) „schwierig, langwierig, kräftezehrend und belastend“ gestaltet. Obwohl man dabei mittlerweile auf einem akzeptablen Weg sei, dürfe niemand der Illusion verfallen, dass die Zukunft des Tierheims auf Dauer gesichert sei. „Unseren Einschätzungen zufolge haben wir, wenn wir weiterhin sehr sparen und wenn nichts Unvorhersehbares passiert, höchstens bis zum Jahresende Luft“, betonte die Vorsitzende.

 Hachmeister rief aber auch das Erfreuliche ins Gedächtnis. „Unzählige Tierfreunde nahmen Anteil an unseren Sorgen und haben uns auf beeindruckende Weise unterstützt“, legte die Vorsitzende dar. „Außer Geld- und Futterspenden half uns auch das praktische Engagement vieler Frauen und Männer.“ Dem Heim stehe gegenwärtig ein richtig gutes Team zur Verfügung. „Es läuft fast rund bei uns.“ Das schlage sich auch in den aktuellen Zahlen der vermittelten Tiere nieder. So hätten seit Januar dieses Jahres mehr als 80 Katzen neue Besitzer gefunden.

 Kurt Wiegand, der die Ausführungen Hachmeisters mit konkreten Zahlen unterfütterte, machte die Hilfsbereitschaft an der Höhe des Spendenaufkommens fest – 2013: 31326 Euro, 2014: 80586 Euro. Ohne die großzügigen Spender hätte der Verein im März seinen Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen können, erläuterte der Schatzmeister. „Sie haben das Tierheim gerettet.“ Wiegand bilanzierte insgesamt Einnahmen in Höhe von rund 209000 Euro und Ausgaben in Höhe von rund 244000 Euro.

 Die turnusmäßig auf der Tagesordnung stehenden Vorstandswahlen nahmen für alle zu besetzenden Ämter einen einvernehmlichen Verlauf. Hachmeister wurde als Vorsitzende der derzeit 345 zählenden Gemeinschaft ebenso einstimmig bestätigt wie Evelyn Lucius als stellvertretende Schriftführerin; Kathrin Obmann übernahm den Posten der Schriftführerin von Barbara Witt, Tanja Tiedtke übernahm die Aufgaben der stellvertretenden Schatzmeisterin von Heide Buhrmester. Wiegand überreichte Witt und Buhrmester in Anerkennung ihrer Verdienste Blumenpräsente.

 Hachmeister kündigte an, dass das Sommerfest in diesem Jahr voraussichtlich in den Herbst verlegt und erst im September gefeiert werden wird. „Wir alle arbeiten mit Freude und würden das gern auch in Zukunft zum Wohl aller Tiere, die den Schutz und die Fürsorge von Menschen benötigen, tun“, erklärte die Vorsitzende. Die große Frage bleibe aber, ob der Verein eine langfristige Zukunft habe. Hachmeister: „Die Schließung unseres Hauses wäre eine Tragödie und einfach zum Weinen.“ bus

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