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Sozial-emotional gestörte Schüler überall

Bückeburg / Grundschule Am Harrl Sozial-emotional gestörte Schüler überall

Einstimmig hat sich der Schulausschuss dafür ausgesprochen, das an der Grundschule Am Harrl seit Februar dieses Jahres laufende Projekt „Mensch ärgere mich nicht!“ mit 3000 Euro zu unterstützen.

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In der Grundschule Am Harrl gibt das Projekt „Mensch ärgere mich nicht!“ eindeutige Verhaltensregeln vor.

Quelle: bus

Bückeburg (bus). Wie Schulleiterin Antje Kronenberg und Ulrike Engelke vom Projektinitiator „Respekt macht Schule“ darlegten, zielt das Vorhaben darauf ab, Schülern durch eine pädagogische Begleitung das Trainieren sozialer Kompetenzen in einem eigenen Raum zu ermöglichen.

 „Wir sind der Überzeugung, dass wir im Zusammenleben in einer Gemeinschaft nicht ohne gegenseitigen Respekt und gegenseitige Rücksichtnahme auskommen“, betonte Engelke. Immer mehr Kinder hätten damit bereits im Grundschulalter Probleme. Die Vertreterin der Elterninitiative berichtete, dass in dem Trainingsraum bislang rund 460 Gespräche geführt worden seien. Was für den Erfolg und die Notwendigkeit des Projektes spreche.

 Um dessen Fortführung zu gewährleisten, müsse eine Deckungslücke im rund 26000 Euro umfassenden Etat (Hauptposten: 23700 Euro Personalkosten) von etwa 3000 Euro geschlossen werden. „Das Projekt hat großes Lob verdient“, merkte Iris Gnieser an. „Toll, sinnvoll und notwendig“, meinte Cornelia Laasch. Die Politik sollte Kinder und Schule nicht im Regen stehen lassen. „Ich denke genauso“, sagte Bürgermeister Reiner Brombach.

 Während der Erörterungen wurde deutlich, dass „Mensch ärgere mich nicht!“ auch an anderen Grundschulen gern gesehen würde. „So etwas benötigt Schule dringend“, unterstrich Rolf Thielke. Der Leiter der Grundschule Evesen erläuterte zudem, dass sozial-emotional gestörte Schüler überall zu finden seien. „Wer das leugnet, der lügt. Das brennt uns unter den Nägeln“, erklärte Thielke. „Man lässt uns bei diesem Problem im Regen stehen“, ergänzte der kommissarische Leiter der Petzer-Feld-Grundschule, Joachim Preuß. Engelke gab zu verstehen, auch anderen Schulen als vermittelnde Ansprechpartnerin zur Verfügung zu stehen.

 Der Schulausschuss hat zudem die Einführung der Ganztagsschule an der Grundschule Meinsen zum Schuljahr 2013/2014 auf den Weg gebracht. Die Ausschussmitglieder empfahlen dem Verwaltungsausschuss einvernehmlich, dem von der Schule vorgelegten Betreuungskonzept zuzustimmen. Die Beschlussfassung ging auf eine Vorschrift des Niedersächsischen Schulgesetzes zurück, der zufolge das pädagogische Konzept einer Ganztagsschule der Zustimmung des Schulträgers, also der Stadt Bückeburg, bedarf.

 Des Weiteren kam der Ausschuss überein, die Grundschule Im Petzer Feld als Schwerpunktschule für Bückeburg im Rahmen der Einführung der Inklusion einzurichten. Hintergrund ist die bis zum 1. August 2018 geplante Einführung der Inklusion in allen niedersächsischen Schulen. Von diesem Zeitpunkt an sollen Kinder mit und ohne Förderbedarf gemeinsam unterrichtet werden. Die Erziehungsberechtigten können dann selbst entscheiden, ob ihr Kind eine spezielle Förderschule oder die allgemeine Schule vor Ort besuchen soll. In einer 2013 beginnenden Übergangszeit wird den Kommunen die Möglichkeit eingeräumt, sogenannte Schwerpunktschulen zu bilden, um nicht gleich alle Schulen für alle Förderbereiche ausstatten zu müssen.

 „Aufgrund der Tatsache, dass sich die Grundschule Im Petzer Feld in einem guten baulichen Zustand befindet, dass hier ein Fahrstuhl vorhanden ist und die Barrierefreiheit hier am leichtesten und kostengünstigsten umzusetzen ist, schlägt die Verwaltung vor, diese Schule als inklusive Schwerpunktschule für die Förderungsbereiche „körperliche und motorische Unterstützung“ anzubieten“, teilte Christian Schütte, Fachgebietsleiter Jugend, Schulen und Sport, mit.

 Die Regelung sei auch deswegen notwendig, weil die Landesschulbehörde eine entsprechende Mitteilung bis zum 1. Februar 2013 erwarte. Die Schwerpunktschule würde ihren Betrieb dann zum 1. August 2013 aufnehmen, so Schütte.

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