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Bückeburg Stadt Sozialarbeiterin macht weiter
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08:36 28.06.2017
Katharina Siegert Quelle: pr
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Bückeburg

Diesen Beschluss hatte bereits der Verwaltungsausschuss gefasst, die positive Kenntnisnahme im Schulausschuss war jetzt nur noch eine Formsache. Vor dem Schulausschuss stellte Siegert nun einige Grundlagen ihrer Arbeit vor.

Immer häufiger komme es auch in den Grundschulen zu Konfliktsituationen zwischen den Kindern. Da werde gepöbelt, manchmal setze es auch Schläge. Aggressives Verhalten im Unterricht sei gar nicht so selten. Solche Fälle arbeite die Schulsozialarbeiterin mit dem Kind auf, sucht nach Ursachen, entwickelt Strategien. Die könnten manchmal ganz einfach sein: „Wenn Du wieder wütend bist, steck die Hände in die Hosentaschen und zähle ganz langsam bis 20“, könne ein Tipp von Siegert lauten.

Doch reagieren sei nur das eine. Damit es gar nicht erst zu Ausfällen kommt, spiele die Prävention eine große Rolle. Zum Beispiel läuft derzeit ein Trainingsprogramm, um die eigenen Gefühle und den Umgang mit ihnen besser kennenzulernen.

Nicht nur Schulthemen

Häufig kommen Kinder (oder Eltern) auch direkt mit ihren Problemen zu Siegert. Die Schwierigkeiten müssten dabei nicht unbedingt die Schule betreffen, häufig würden auch Konflikte innerhalb der Familie eine Rolle spielen. Beratung ist dann gefragt. Eltern erhalten auch Unterstützung, wenn es um die Zusammenarbeit mit dem Jugendamt geht.

Doch warum muss in all diesen Fällen die Sozialarbeiterin ran – ist das nicht Aufgabe der Lehrerinnen und Lehrer? Sicher seien auch die Lehrkräfte gefragt. „Ich habe einfach mehr Abstand, betrachte ein Problem aus einem anderen Blickwinkel, vergebe keine Noten“, erläutert die Schulsozialarbeiterin dem Ausschuss. Das erleichtere in vielen Fällen den Umgang mit Problemen. Außerdem habe sie meist mehr Zeit, um sich um individuelle Lösungen zu kümmern oder um sich alleine mit auffällig gewordenen Kindern zu beschäftigen.

„Kommen Sie denn mit ihrer Arbeitszeit aus?“, möchte der Ausschussvorsitzende Andreas-Paul Schöniger wissen. Siegert druckst ein bisschen herum: Eigentlich gebe es genügend Arbeit, um die Zeit komplett einer Schule zu widmen. Jedoch müssen sich drei Schulen die Schulsozialarbeiterin teilen: Am Petzer Feld ist Siegert 14 Wochenstunden, in Evesen neun und in Meinsen sechs Wochenstunden. Die Grundschule am Harrl wird von einer eigenen Sozialarbeiterin betreut. kk

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