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Bückeburg Stadt Spectaculum: Bürgerin beschwert sich
Schaumburg Bückeburg Bückeburg Stadt Spectaculum: Bürgerin beschwert sich
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00:27 15.07.2015
Sorgen wegen des Rauchs für Ärger: offene nächtliche Feuer bei den Ritterspielen. Quelle: jp
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Bückeburg (tw)

In einer E-Mail, die diese Zeitung gestern erreichte, klagt eine Bückeburgerin (Name der Redaktion bekannt) über „Rauchbelästigung während der Ritterspiele“.

„Was vielen Menschen in Bückeburg große Freude bereitet“, so die Bürgerin, „bedeutet für uns als nahe Anwohner der Ritterspiele eine große Leidenszeit.“ Es geht dabei nicht um die Lärmbelästigung – die könne man umgehen, indem man mit Kopfhörern fernsehe oder Musik höre; auch Ohrenstöpsel würden helfen. Vielmehr geht es der Anwohnerin darum, dass sie, wenn Ritterspiele sind, nachts „eingeräuchert“ würde. „Wir sind gezwungen, sämtliche Fenster und Türen zu schließen, da es sonst in der Wohnung stinkt wie in einer Brandruine“, schreibt die Bückeburgerin. Die Gardinen, die Kleidung an der Garderobe, die Möbel – alles rieche extrem nach Rauch, wenn sie einmal vergesse, vorsorglich die Fenster zu schließen. „Die Nasenschleimhäute werden bis auf das Äußerste gereizt. An Schlafen ist nicht zu denken“, beschwert sich die Bürgerin.

Dem Veranstalter der Ritterspiele wünscht die Frau zwar weiterhin gutes Gelingen und den Akteuren viel Freude und viele Zuschauer – „aber bitte in Zukunft ohne nächtliches Einräuchern“. So weit die E-Mail.

Wie die Polizei Bückeburg auf Nachfrage der Redaktion erklärt, sind bei ihr indes mit Blick aufs Spektakulum in der Nacht auf Sonntag „weder Beschwerden wegen Lärm- noch wegen Rauchbelästigung eingegangen“. Derartige Beschwerden seien auf der Wache auch in den zurückliegenden Jahren nie aufgekommen.

In Sachen Lärm soll die Quelle des nächtlichen Ungemachs ohnehin andernorts gelegen haben. Die Musik, die nach Mitternacht tatsächlich noch deutlich vernehmbar aus Richtung Süden nach Bückeburg schallte, stammt nachweisbar nicht vom Mittelalter-Event, sondern vom zeitgleichen Techno-Festival „Stonebreaker“ in Kleinenbremen, versichert ein Redaktionsmitarbeiter. Trotz einer Vielzahl von Bands habe das Spectaculum größten Wert darauf gelegt, alle Auflagen zum Lärmschutz zu erfüllen.

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