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Spenden für einen für guten Zweck

Eisberger Familie bekommt viel Hilfe Spenden für einen für guten Zweck

Die Hilfsbereitschaft für eine Eisberger Familie, die durch den Brand am Restebrink ihr Hab und Gut verloren hat, reißt nicht ab.

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Tätowieren für einen guten Zweck.

Bad Eilsen/Eisbergen. In fünf Tagen ist die Zahl der Sachspenden bis Sonnabend von 130 auf etwa 180 gestiegen.

„Eine Firma will ein maßgefertigtes Badezimmer sponsern“, berichtet Melanie Lässig aus Bückeburg, die zu den Organisatoren der Hilfsaktion gehört. Sie und ihre Mitstreiter haben ein logistisches Problem: Die gespendeten Möbel müssen abgeholt und untergebracht werden, bis die Familie eine neue Bleibe gefunden hat. Darunter sind eine Küche und ein Schlafzimmer, Schrankwand, Doppelbett, Sofa. Viele Spender haben auch Päckchen mit Süßigkeiten, Spielsachen oder Büchern gepackt.

Gesucht werden nun starke Männer, die beim Abholen und Unterstellen der Möbel mit anfassen. Die Helfer haben zwar eine Garage zur Verfügung gestellt bekommen, benötigen aber dringend noch mehr Platz, am besten eine Lagerhalle oder Teile davon. Lastwagen werden ebenfalls gebraucht. Ein Mitglied der Bückeburger Rocker vom „MC Skull“ hat zugesagt, eine oder mehrere Touren zu übernehmen. Dennoch: „Ohne Haus oder Wohnung können wir nicht weiter planen“, erklärt Lässig. „Das macht mich nervös.“

Die Hilfsaktion läuft bei Facebook unter „Familie in Not in Eisbergen“. Zuletzt hatte die Gruppe 244 Mitglieder. Spender können außerdem Lässig anrufen, Telefon (0152) 34569318. Auf der Facebook-Seite steht ein Dankesschreiben an alle Unterstützer.

Im Haus an der Kleinenbremer Autobahnbrücke hatten eine Mutter mit sechs Kindern sowie eine Verwandte gelebt. Nach dem Brand am 6. April ist die Familie, zu der zwei Hunde gehören, bei Verwandten in Minden untergekommen, doch das kann nur eine Übergangslösung sein. Auf Platz eins der Wunschliste steht daher weiterhin eine neue Wohnung oder ein Haus zum Mieten, zum Beispiel in Minden, Porta Westfalica und Bückeburg.

Patricia Skutnik, eine in Bielefeld lebende Tochter der Familie, hofft sehr, dass es bald klappt, „damit der Stress aufhört und alle zur Ruhe kommen“. Der Mutter, die anfangs in einer Art Schockzustand war, geht es offenbar deutlich besser. „Mama sieht, dass es bergauf geht“, berichtet Skutnik. „Das Spendenaufkommen ist super.“ Auch eine Hausbesichtigung habe es bereits gegeben.

Alle Hände voll zu tun hatte am Sonnabend Shirley-Alisha Schaufel vom „Tattoo Yard“ in Bad Eilsen: Innerhalb von acht Stunden ließen sich 17 Besucher Tätowierungen stechen. Angemeldet waren nicht einmal halb so viele. „Ein großer Erfolg, damit hatten wir nicht gerechnet“, freuen sich Shirley-Alisha und ihr Mann Michael Schaufel. „Das Geld kommt an die richtige Stelle.“ Der Erlös von 400 Euro ist für die Familie bestimmt.

Nina Salzsieder aus Kleinenbremen hat bereits Sachen gespendet, nun ließen sie und ihr Partner Marc Löhlein sich für den guten Zweck ein Tattoo stechen. „Das hat sich angeboten – erst recht jetzt, wo man damit helfen kann“, erklärt sie. Kinder wurden nicht tätowiert, dafür aber von der Rintelner „Kunst-Kiste“ geschminkt. Viele freiwillige Helfer unterstützten das Event von „Tattoo Yard“, zu dem rund 60 Gäste kamen – und ein reichhaltiges Küchenbüfett vorfanden. ly

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