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Sprachverwirrung als Chance

Pfingstgottesdienst Sprachverwirrung als Chance

Pfingsten als das Fest einer Kirche, die auch über Sprach- und Gemeindegrenzen hinweg eine Einheit bildet, haben Mitglieder von vier Gemeinden der evangelisch-lutherischen Landeskirche Schaumburg-Lippe als Anlass für einen gemeinsamen Gottesdienst genommen.

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Pastor Gerd Peter steht vor dem Kreuzigungsgemälde der Friller Kirche.

Quelle: bus

Frille. Zu der am Pfingstmontag in Frille gefeierten Zusammenkunft bekamen die Gastgeber Besuch aus den Kirchengemeinden Meinsen, Lindhorst und Heuerßen.

Pastor Gerd Peter, der unter den Gästen auch seine Amtskollegen Andreas Hecht (Heuerßen) und Wilfried Vauth (Lindhorst) begrüßte, wollte es ganz genau wissen und erkundigte sich nach der Herkunft der Gottesdienstteilnehmer. Nachdem diese sich gegenseitig mit Applaus begrüßt hatten, hieß eine eigens für diesen Tag zusammengestellte Combo (E-Piano, Schlagzeug, Akustikgitarre und Pastor Peter am Elektrobass) die Besucher mit einem Instrumentalstück willkommen.

 Peter griff in seiner Predigt die Aufhebung der „Babylonischen Sprachverwirrung“ auf, mit der Gott dem christlichen Glauben gemäß die Menschen für deren Selbstüberhebung beim Turmbau zu Babel bestraft hatte. „Vielleicht“, sagte der Geistliche, „war die Sprachverwirrung gar keine Strafe, sondern vielmehr eine Chance.“ Jeder dürfe wieder er selbst sein, jede Gruppe dürfe wieder ihre eigene Sprache sprechen, in jedem Dorf dürfe wieder ein anderes Plattdeutsch gesprochen werden, ohne dass man sich dafür schämen müsse, und jede regionale Kultur dürfe wieder ausgelebt werden.

 Zudem fände die Vielfalt intellektueller Gaben und Begabungen nicht nur Berücksichtigung, sondern würde positiv gewürdigt. Diese Gaben und Begabungen sollten aber nicht, wie es schon der Apostel Petrus im Brief an die Korinther zum Ausdruck gebracht habe, in den Dienst einiger weniger, sondern in den Dienst der Gemeinschaft gestellt werden.

 Im Anschluss an den Gottesdienst unternahmen etliche Teilnehmer eine Wanderung nach Schloss Baum, wo das Team um Klaus Harms Getränke und eine Mittagsmahlzeit vorbereitet hatte. Auf der Speisekarte standen Rindergulasch, Rotkohl und Kartoffeln. Und als Nachtisch gab es eine kleine Überraschung. Fürst-Pückler-Eis mit allem Drum und Dran, verriet Harms. bus

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