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Bückeburg Stadt Stadt bleibt auf Kosten sitzen
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08:46 01.11.2018
Symbolbild Quelle: dpa
Bückeburg

Grund genug für die Gruppe BfB/FDP/WIR im Rat der Stadt Bückeburg, über die Problematik im Bauausschuss beraten zu lassen.

Konkret hatte sich Gruppensprecher Raimund Leonhard in einer Anfrage nach Häufigkeit und Kosten der Fälle erkundigt. Immer wieder stapelt sich nämlich zum Beispiel Sperr- oder Hausmüll neben Altglascontainern. Noch schlimmer: Müll wird einfach in der Natur entsorgt. Gefährlich kann das zum Beispiel werden, wenn giftige Stoffe wie Kühlmittel in alten Kühlschränken oder Asbest im Spiel sind.

Die Stadt Bückeburg hat nachgerechnet: Allein in den ersten acht Monaten dieses Jahres seien innerorts 19 Fälle von „wildem Müll“ gemeldet worden. Außerhalb der Ortslage seien es 18 Fälle gewesen. Unterschieden wird, weil die Zuständigkeiten variieren. In der Ortslage sammeln städtische Bauhofmitarbeiter den Abfall ein und bringen ihn zur Deponie, außerorts wird der Landkreis informiert.

Erstattungsbeträge erhöhen

Im Jahr 2017 musste die Stadt fast 8000 Euro für Bauhofleistungen, Verwaltungskosten und Müllgebühren aufbringen. Der Landkreis erstattet zwar 19 Cent im Jahr pro Einwohner, doch das reicht bei Weitem nicht aus. Bückeburg blieb auf knapp 3500 Euro sitzen. Der Landkreis wurde daher aufgefordert, die in einer Verwaltungsvereinbarung festgelegten Erstattungsbeträge zu erhöhen.

BfB/FDP/WIR ist der Auffassung, dass dem Problem der wilden Müllentsorgung auch mit mehr Aufklärung entgegengewirkt werden sollte. Die Gruppe verweist unter anderem auf mehrsprachiges Informationsmaterial, mit dem andernorts gute Erfahrungen gemacht worden seien. Großflächige Piktogramme an den Altglascontainern könnten verdeutlichen, was dort entsorgt werden darf – und was nicht. Für eine schnellere Reaktion auf Müllprobleme brachte die Gruppe die Einführung einer Melde-App ins Gespräch.

Von Karsten Klaus