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Stadt ein riesiger Konzertsaal

Chortage begeistern Stadt ein riesiger Konzertsaal

 Was für ein Wochenende: Bückeburg war nicht nur „ganz Chor“, wie es das Motto der Niedersächsischen Chortage versprach. Es präsentierte sich auch ausgesprochen bunt – sowohl musikalisch als auch optisch.

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Musikalischer Botschafter Bückeburgs: Der Schaumburger Jugendchor in der Stadtkirche.

Quelle: tol

Bückeburg. Da summten wackere Rittersleut’ und ein leibhaftiger Magier vom Mittelalterlich Phantasie Spectaculum vor der Chorbühne auf dem Marktplatz mit, und ältere Herren im schmucken auberginefarbenen Chorrock genossen die flotten Klänge beim Jazzfrühschoppen des Blindow-Meetings am Bistro.

 Herausragend zweifellos die Chortage, die nicht nur 2000 Sänger, sonder auch zahlreiche Zuhörer angelockt hatten. Ob Wettbewerb in der Stadtkirche, Open-Air-Begegnungskonzerte oder „Meilensteine“ – die Stadt verwandelte sich in einen einzigen großen Konzertsaal. Da überraschte die musikalische Bandbreite, als zum Beispiel gestandene Herren des Bremer Männerchores Reinhard Meys „Diplomatenjagd“ anstimmten. Da überzeugte die klangliche Qualität, wenn Bundessieger wie Vivid Voices loslegten.

 Und dann waren da die kleinen Episoden am Rande, die ein Schmunzeln zurückließen: Der Kammerchor Fürstenwalde hatte gerade „Es sind die alten Weisen“ angestimmt, als ein Schuss die Stadtkirche erschütterte. Zumindest hörte es sich so an. Alle drehten sich um – und blickten auf einen jungen Mann, der die Fetzen eines Luftballons hochhielt. Musik ist eben mit Geräusch verbunden. Ob der Chorverband bei den nächsten Chortagen in fünf Jahren wohl wieder Ballons verteilt?

 Und dann war da der kleine Steppke, der Mama auf dem Marktplatz empört anquengelte: „Die singen ja nur, ich will nach Hause“, sich aber eines Besseren besann, als fröhliche Kinder die Bühne enterten und Lieder anstimmten, die er aus dem Kindergarten kannte.

Von Karsten Klaus und Michael Grundmeie

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