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Stadt händeringend auf Wohnungssuche

Bückeburg Stadt händeringend auf Wohnungssuche

„Wir müssen schlichtweg nehmen, was uns angeboten wird.“ Auf diesen kurzen Nenner hat es Bürgermeister Reiner Brombach nach dem Gespräch der Kommunen beim Landkreis Schaumburg über die künftige Aufgabenverteilung zur Unterbringung von Flüchtlingen gebracht.

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Bückeburg. Danach wird die Stadt Wohnungen suchen müssen, zwischen 60 bis 100 Quadratmeter groß, am besten möbliert oder teilmöbliert und sofort nutzbar. Die Suche nach Wohnungen und die Ausstattung gehen zulasten der Stadt, die Miete und die weiteren Betriebskosten übernimmt der Kreis.

Wie Brombach mitteilte, wird Bückeburg insgesamt bis zu 400 Flüchtlinge aus der Verteilquote des Landkreises aufnehmen müssen. Etwa 160 Flüchtlinge leben bisher in der Stadt. Wann die Menschen zugewiesen werden, ist offen: „Wir müssen uns gemeinsam auf den Weg machen, die Situation zu meistern.“

Da die Stadt personell nicht in der Lage ist, die Akquise, Anmietung und Verwaltung mit eigenem Personal zu schaffen, werden kurzfristig ein, wenn nicht sogar zwei, Mitarbeiter eingestellt, befristet zunächst auf ein halbes Jahr, bis genügend Wohnungen angemietet worden sind und nur noch verwaltet werden müssen. Frührentner oder Pensionäre schweben dem Bürgermeister vor. Eine gewisse Qualifikation müsse vorhanden sein. Zwischen 45.000 bis 50.000 Euro Personalkosten kommen dadurch zusätzlich auf die Stadt zu.

Ob die Stadt genügend Wohnraum findet, ist eine große Sorge Brombachs. Denn auf den ersten Aufruf der Presse gingen nur zwei Angebote bei der Stadt ein: „Das reicht nicht.“ Brombach appellierte an alle Wohnungseigentümer, ihre leer stehende Wohnungen zur Verfügung zu stellen. Er warb, dass die Vertragsverhältnisse mit der Kommunen beziehungsweise dem Landkreis geschlossen werden und nicht mit den Flüchtlingen, die quasi Untermieter werden. Die Kommune sei dafür verantwortlich, dass beim Auszug der Flüchtlinge die Wohnung in den Zustand zurückversetzt wird, in dem sie sich zuvor befand, sollte Beschädigungen vorliegen. Auch Mobiliar werde ersetzt, sollte es zu Bruch gekommen sein.

Benötigt werden Wohnungen zwischen 60 bis 100 Quadratmetern. „Sollten es größere Wohnungen sein, nehmen wir die auch“, so Brombach. Verhindert werden soll eine Art Lagerbildung, dass zu viele Wohnungen in einem Bereich oder einer Straße angemietet werden.

Und die Herderschule als Unterkunft für Flüchtlinge, die sich im Besitz des Landkreises befindet? „Wir streben eine solche Lösung nicht an, sondern setzen weiter auf die dezentrale Unterbringung. Aber wir werden auchsolche Lösungen akzeptieren müssen“, so Brombach.

Wer eine Wohnung zur Verfügung stellen kann, kann sich an Fachgebietsleiter Christian Schütte, Telefon (05722) 206150, sowie an die Rathauszentrale, Telefon (05722) 2060 und E-Mail rathaus@bueckeburg.de, wenden. rc

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