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Stadt kommt nicht in die Pedale

ADFC testet auch in Bückeburg das Fahrradklima Stadt kommt nicht in die Pedale

Die Ex-Residenz hat beim ADFC-Fahrradklimatest 2014 besser abgeschnitten als das Jahr davor. Mit einer Note von 3,4 (2013: 3,56) landete Bückeburg erneut im vorderen Mittelfeld auf Platz 85 (2013: Rang 81) von bundesweit 292 Städten (2013: 252) vergleichbarer Größe.

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Bückeburg tritt bei den Bemühungen, eine fahrradfreundliche Stadt zu werden, derzeit auf der Stelle, meint der verkehrspolitische Sprecher des ADFC-Kreisverbandes Schaumburg, Felix, Wells, der den Fahrradklima-Test 2014 ausgewertet hat.

Quelle: rc

Bückeburg. Trotz der leichten Verbesserung der Durchschnittsnote zog der verkehrspolitische Sprecher des ADFC-Kreisverbandes, Felix Wells, das Fazit, dass die Bemühungen der Stadt, eine fahrradfreundliche Kommune zu sein, auf der Stelle treten würden. Es sei einiges getan worden, aber an der praktischen Umsetzung von im Radwegekonzept aufgelisteten Anregungen und der Behebung der monierten Mängel fehle es. Es müsse mehr in die Infrastruktur investiert werden und die Öffentlichkeit weiter für den Radverkehr als gesunde, kostengünstige und umweltfreundliche Verkehrsart begeistert werden.

Besonders positiv bewerteten die Bückeburger die gute Erreichbarkeit des Stadtzentrums beziehungsweise anderer Ziele innerhalb des Stadtgebiets (Note 2,1), dass dort zügig Rad gefahren werden könne (Note 2,3) und dass es Spaß mache, dort zu radeln (Note 2,6).

Kritisiert wurden die mangelnden Mitnahmemöglichkeiten von Fahrrädern im ÖPNV (Note 4,2), die schlechte Führung an Baustellen (Note 4,2) und die Kontrolle von Falschparkern auf Radwegen (Note 4,2). Bei den Themenkomplexen „Sicherheit beim Radfahren“ und „Komfort beim Radfahren“ schnitt Bückeburg eher schlecht ab.

Generell wird Verbesserungsbedarf in puncto sicherer Verkehrsführung gefordert. Manche Rad-/Gehwege seien zu schmal. An Kreuzungs- und Einmündungsbereichen fehle es an Fahrbahnmarkierungen, zudem seien Absenkungen an Einmündungen unzureichend. Es gebe Unsicherheiten bezüglich der Nutzungspflicht und des Nutzungsrechts von Radwegen. Gerügt wurde aber auch die fehlende Akzeptanz durch motorisierte Verkehrsteilnehmer, etwa durch zu geringen Überholabstand. Konkret wurden folgende verbesserungsbedürftige Abschnitte genannt: die Kreuzung von Friedrich-Bach-Straße, Petzer Straße und Schlossgartenstraße; der fehlende Radweg zwischen Bückeburg und Luhden sowie die Strecke von Bückeburg über Rusbend und Quetzen nach Lahde.

Bemängelt wurde aber auch das Fehlverhalten von Radfahrern selbst. Fahren auf Gehwegen, Fahren entgegen der Fahrtrichtung, Fahren ohne ausreichende Beleuchtung oder zu schnelles Fahren in der Fußgängerzone wurden genannt.

An den Kreisstraßen, für die der Landkreis verantwortlich zeichnet, sei mehr passiert als auf den Gemeindestraßen, sagte Wells. In Bückeburg müsse die Ordnungsbehörde reagieren, ob sie die Benutzungspflicht für Radwege aufheben oder aber Radwege für eine freiwillige Nutzung freigeben wolle. Diesbezüglich sei der Landkreis deutlich schneller. Als Beispiele für Bückeburg nannte Wells die Rintelner Straße und die Petzer Straße, wo insbesondere auf der Nordseite die Nutzungspflicht aufgehoben werden sollte: „Dort gibt es unübersichtliche Einmündungen und katapultartige Bordsteinabsenkungen.“ rc

Bückeburg tritt bei den Bemühungen, eine fahrradfreundliche Stadt zu werden, auf der Stelle, meint Felix Wells, der den Fahrradklima-Test 2014 ausgewertet hat.

rc

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