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Stadt muss Kinderkrippe bauen

„Akuter Handlungsdruck“ Stadt muss Kinderkrippe bauen

Die Nachfrage nach Krippenplätzen übertrifft alle Erwartungen und setzt die Stadtverwaltung unter „akuten Handlungsdruck“, um den gesetzlichen Anspruch der Eltern auf die Bereitstellung eines Krippenplatzes zu erfüllen.

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Auf diesem knapp 2000 Quadratmeter großen stadteigenen Grundstück am Straußweg soll der Neubau der Kinderkrippe errichtet werden.

Quelle: rc

Bückeburg (rc). Dafür soll bis spätestens Ende 2016 der Neubau einer Krippe mit drei Gruppen und insgesamt 45 Plätzen realisiert werden. Gebaut werden soll auf einem stadteigenen Grundstück am Straußweg. Wer die Krippe betreiben wird, ist noch offen, ebenso, ob die Krippe durch einen der stadteigenen Betriebe gebaut und an die Stadt oder einen anderen Betreiber verpachtet wird. Die Baukosten samt der Außenanlagen und der Einrichtung werden im derzeitigen Stadium der Planungen auf 1,46 Millionen Euro geschätzt, Abweichungen von 30 Prozent nach oben oder unten sind möglich.

 Erstmals wurde in einem politischen Gremium öffentlich über den Neubau beraten. Der Ausschuss für Jugend und Familie sprach am Donnerstag eine einstimmige Empfehlung für den Krippen-Neubau aus. Nun ist insbesondere die Verwaltung gefordert, dass Projekt in dem ambitionierten und engen Zeitrahmen zu planen und die weiteren konkreten Entscheidungsgrundlagen für die Politik vorzulegen.

 Wie Fachgebietsleiter Christian Schütte im Ausschuss ausführte, zeichnet sich nach den jüngsten Umfragen bereits jetzt ab, dass der Stadt mit Beginn des Kindergartenjahres im August 2015 mindestens 17 Krippenplätze in der sogenannten U3-Betreuung fehlen werden. Und: Der Bedarf für weitere Krippenplätze werde in den kommenden Jahren tendenziell weiter steigen. Um möglichen Schadensersatzleistungen betroffener Eltern aus dem Weg zu gehen, müsse „zwingend“ eine neue Einrichtung gebaut werden. Die Verwaltung habe zwei Standorte ins Auge gefasst: Einen im Bereich des Jetenburger Friedhofs, der sich aber nicht im Besitz der Stadt befindet, den anderen am Straußweg, der sich im Besitz der Stadt befindet und daher zügig bebaut werden könnte. Zudem würden keine zusätzlichen Grunderwerbskosten anfallen. Daher favorisiere die Verwaltung den Straußweg. Das Gelände dort ist knapp 2000 Quadratmeter groß.

 Die gesamten Bau- und Einrichtungskosten bezifferte Kämmerer Reiner Wilharm auf rund 1,46 Millionen Euro. Seitens des Bundes und des Landes sei ein Zuschuss von 12000 Euro pro Krippenplatz zu erwarten. Da die erst kürzlich eingerichteten Plätze in der Städtischen Kindertagesstätte am Unterwallweg nach der Fertigstellung an den Straußweg verlegt werden sollen, gibt es für 30 neue Plätze einen Zuschuss, mithin also 360000 Euro. Die Betriebskosten der Einrichtung bezifferte er auf jährlich 30000 Euro, die Personalkosten auf rund 500000 Euro. Da ein Teil des Personals ohnehin schon von der Stadt bezahlt wird, würde die jährliche Belastung der Stadt um rund 270000 Euro steigen. „Alles Schätzwerte“, betonte Wilharm ausdrücklich.

 Nach den Worten Wilharms sind Gespräche mit potenziellen Betreibern der Einrichtung geführt worden. Alle hätten bisher erklärt, die Einrichtung betreiben, sich aber nicht an den Baukosten beteiligen zu wollen. Für die Stadt würden durch einen Fremdbetreiber zusätzliche Kosten entstehen, sodass es für die Stadt günstiger sei, die Einrichtung selbst zu betreiben.

 Im Ausschuss wurde die zwingende Notwendigkeit akzeptiert. Diskussionen gab es nur darum, ob der Standort am Jetenburger Friedhof wegen seiner Nähe zur Einrichtung am Unterwallweg nicht die bessere Alternative sei, zumal Außenanlagen zusammengelegt werden könnten. Wilharm wies darauf hin, dass mit dem Grundstückseigentümer noch nicht gesprochen worden und die zeitliche Umsetzung bis Ende 2016 dort kaum zu schaffen sei. Durch den Kauf und den Abriss vorhandener Gebäude würden zusätzliche Kosten anfallen.

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