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Stadt plant Audio-Guides für Kinder

Bückeburg Stadt plant Audio-Guides für Kinder

Die Stadt überlegt die Anschaffung von Audio-Guides für Kinder. An bestimmten Sehenswürdigkeiten der Stadt sollen während eines Stadtrundgangs gesprochene Infos zu den jeweiligen Sehenswürdigkeiten abgespielt werden – in kindgerechter Sprache und leicht verständlich.

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Bückeburg. Eine entsprechende Initiative stellte jetzt Sonja Diekmann von der Stadtkirchengemeinde in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Kultur- und Tourismus vor. Technisch versierte Kinder hätten sie auf die Idee gebracht, einen solchen Audio-Guide zu entwickeln, als es 2015 um die Vorbereitung der 400-Jahr-Feier der Stadtkirche ging, und eine Kindergruppe bereits einen entsprechenden Guide für die Stadtkirche entwickelte.

Nach den Vorstellungen Diekmanns soll es nun die ganze Stadt sein. Während eines Rundgangs könnten entsprechende Beiträge gehört werden, die Reihenfolge geändert oder aber unterbrochen werden. Die Texte sollen leicht verständlich sei: von Kindern für Kinder.

Zwei Audio-Guides stellte sie dem Ausschuss vor: beide einfach zu bedienen, mit Lautsprechern oder Kopfhöreranschluss, einem geschlossenen System wegen der Datensicherheit, der eine aber mit einem Display, auf dem der Titel der Sehenswürdigkeit, vor der man gerade steht, und ihre Nummer zu sehen sind. Angeschafft werden sollten die Guides im Zehnerpack mit einer entsprechenden Ladestation. Die Ausgabe soll in der Touristinfo geschehen, ebenso wie die Rückgabe. Der Anschaffungs-Preis: zwischen 3800 bis 4200 Euro. Eventuell werde sich die Stadtkirchengemeinde finanziell beteiligen, hieß es von Diekmann auf Nachfrage aus dem Ausschuss. Die Pflege der Dateien soll mit stündlich um die 45 Euro zu Buche schlagen – falls die Pflege überhaupt erforderlich sei.

Im Ausschuss stieß die Vorstellung für das „sehr lohnenswerte Projekt“ auf viel Gegenliebe. Auf die Frage, mit welchem Bedarf seitens der Kinder oder der Familien gerechnet wird, gab es jedoch keine klare Antwort.

Eine deutlich günstigere Lösung schlug Dieter Bals vor, der Geschäftsführer des Hubschraubermuseums: QR-Codes. Im Zeitalter der Smartphones müssten nur die Codes gescannt werden, schon könnten von einer Homepage alle Infos und kindgerechte Audiodateien abgerufen werden. Die Texte könnten zu Hause noch einmal angehört werden. Die Stadt müsse nur dafür sorgen, dass offenes W-LAN zur Verfügung steht. „Im Museum arbeiten wir mit unseren Ausstellungsstücken nur mit QR-Codes.“ Eine gewisse Skepsis war im Ausschuss zu diesem Vorschlag hörbar: „Können sie sich einen QR-Code unter der Stadtkirchenkanzel vorstellen?“

Der Ausschussvorsitzende Albert Brüggemann (SPD) schlug ob des neuen Vorschlags eine „gewisse Denkpause“ vor. In einer der nächsten Sitzungen wird also erneut beraten. cm

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