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Stadt plant neues Wohngebiet

Bückeburg Stadt plant neues Wohngebiet

Am südlichen Stadtrand von Bückeburg von der Rintelner Straße den Reiherweg hinunter bis zu den Fischteichen soll ein neues Wohngebiet entstehen.

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Auf diesem Acker an der Rintelner Straße soll im Anschluss an die Wohnbebauung am Röthekamp ein Baugebiet mit insgesamt 110 Wohneinheiten entstehen, das sich bis hinunter zu den Fischteichen ziehen soll – wenn sich alle drei Bauabschnitte realisieren lassen.

Quelle: rc

Insgesamt 110 Wohneinheiten sind auf der 22.000 Quadratmeter großen Fläche geplant, die derzeit als Acker genutzt wird. „Eine sehr verdichte Wohnform, um Flächen zu sparen, die für Bückeburg, aber auch die angrenzenden Kommunen einzigartig ist“, warb Gunter von Prittwitz von der Grundstücksgesellschaft Welsleben II mbH und der Architekt Frank Heine, beide aus Hannover, als sie in der jüngsten Sitzung des Bau- und Umweltausschusses das Projekt vorstellten. Auch Bückeburg habe unter der demografischen Entwicklung und dem Rückgang der Bevölkerungszahlen zu kämpfen: „Mit diesem Projekt können junge Familien nach Bückeburg gezogen werden.“

Nach Vorstellungen der Planer sollen entlang der Rintelner Straße mehrgeschossige Häuser mit seniorengerechten Wohnungen entstehen, auch als Abschirmung für die dahinter geplante Bebauung. Diese sieht im Anschluss an die Bebauung am Lammrottweg und Röthekamp Reihenhäuser mit einer Grundfläche von sechs mal zwölf Metern, dreigeschossig, einem 26 Quadratmeter großen Garten, 13 Quadratmetern Balkon und zwei Stellplätzen für Autos vor: „Wer hat heute noch Zeit, 600 Quadratmeter Garten zu pflegen?“

Im Anschluss an die Reihenhäuser sollen als Abgrenzung zum Reiherweg und den dahinter liegenden südlichen Äckern eingeschossige Häuser mit einer ebenfalls kleinen Gartenfläche entstehen. Das häufig genannte Stichwort in der Sitzung: „Gartenhofhaus.“

Gebaut werden soll in drei Abschnitten, zunächst im oberen Bereich an der Rintelner Straße. Diese Fläche ist auch im Flächennutzungsplan als Wohnbebauung ausgewiesen. Je nach Nachfrage sollen dann der zweite und dritte Bauabschnitt in Angriff genommen werden. Für diese Flächen wäre allerdings die Änderung des Flächennutzungsplans notwendig. Mit entsprechenden Reduzierungen der Wohnbaufläche an anderen Stellen im Stadtgebiet, je nach Stellungnahme der Regionalplaner, wie Baubereichsleiter Jörg Klostermann im Ausschuss sagte.

Die Flächen sind im Besitz von zwei Eigentümern. Während der eine offensichtlich zum Verkauf der Fläche entlang der Rintelner Straße und eines Streifens, der entlang des Reiherwegs bis hinunter zu den Fischteichen führt, bereit ist, müssen mit dem anderen Besitzer der Fläche, die direkt an die Wohnbebauung hinter dem Lammrottweg grenzt, noch weitere Gespräche geführt werden. Notfalls könne diese Fläche auch frei bleiben und als großes, parkähnliches Grundstück genutzt werden, sodass nur noch zwei Bauabschnitte realisiert werden würden, so Gunter von Prittwitz.

Sollte die gesamte Fläche überbaut werden können, würden 17 Gartenhofhäuser, 66 Reihenhäuser und 27 Wohnungen entstehen – insgesamt also 110 Wohneinheiten. „Normalerweise“ brauche man dafür die fünf- bis sechsfache Fläche. Gebaut werden soll nach Auftrag, sodass auf diese Weise die Bauflächen reguliert werden können. Vorgesehen ist eine zentrale Energieversorgung über ein Blockheizkraftwerk.

Ein ähnliches Projekt hat die Gesellschaft nach eigenen Angaben bereits in Garbsen umgesetzt. Zu möglichen Baupreisen konnten die Planer noch keine Angaben machen: „So weit sind wir noch nicht.“ Nur soviel: In Hannover hätten die Bauherren mit etwa 300000 Euro rechnen müssen.

In der anschließenden Diskussion war eine gehörige Portion Skepsis nicht zu überhören. Der Ausschussvorsitzende Bernd Insinger (SPD): „Wir müssen überlegen, ob wir uns mit einer solchen völlig neuen Bauweise an dieser Stelle anfreunden können.“ Die Grünen-Ratsfrau Cornelia Laasch erinnerte daran, dass mit Jägerkaserne, Windmühlenstraße oder aber Blindow-Schule an der Hannoversche Straße Liegenschaften leer stünden oder frei würden: „Müssen wir weitere Flächen versiegeln?“ Ratsherr Wolfhard Müller (SPD) fragte nach einer Bedarfsanalyse: „Sind so viele Einheiten überhaupt verkaufbar? Wir wollen keine Leerstände.“

Um diese Fragen zu klären und sich eine Meinung bilden zu können, wurde das Vorhaben zur weiteren Beratung in die Fraktionen verwiesen. rc

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