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Bückeburg Stadt Stadt will fahrradfreundlicher werden
Schaumburg Bückeburg Bückeburg Stadt Stadt will fahrradfreundlicher werden
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23:09 27.04.2018
Die Stadt Bückeburg möchte sich als fahrradfreundliche Kommune auszeichnen lassen. Michael Buhr (von rechts), Joanna Warnecke, Annika Tadge und Niklas Döscher stellen das Projekt vor. Quelle: leo
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Bückeburg

Damit die Zertifizierung klappt, müssen im Vorfeld bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein, erläutert Buhr. „Mit der Landtour Bückeburg und der Weserschleife haben wir zwei attraktive Radrouten entwickelt, eine Radwegebeschilderung realisiert sowie eine neue Fahrradkarte aufgelegt.“ Das allein würde für eine Zertifizierung aber nicht ausreichen, sagt Buhr. „Wir wollen eine Verbesserung des Fahrradparkens erreichen. Hierzu soll noch in diesem Jahr eine Bestandsaufnahme zu Fahrradständern an Bushaltestellen und am Bahnhof erarbeitet werden“, so Buhr. Man wolle aber auch prüfen, wo in der Innenstadt noch Anlehnbügel aufgestellt werden könnten. „Dabei wollen wir nicht, wie in der Vergangenheit hier und da sporadisch ein paar Bügel aufstellen, sondern einen richtigen Plan machen“, verdeutlicht Buhr die Idee. Zudem sei eine moderne Fahrradabstellanlage für Pendler am Bahnhof bereits in Planung. Des Weiteren gehöre eine Optimierung des eigenen Internetauftritts und des Marketings bezüglich des Fahrradtourismus zum Gesamtkonzept.

„Wir wollen insgesamt ein fahrradfreundliches Klima in Bückeburg schaffen“, sagt Buhr. Um das zu erreichen, müsse man Geld in die Hand nehmen, bräuchte es eben einige Baumaßnahmen. „Es geht hier schließlich nicht nur darum, einen Antrag auszufüllen und eine Plakette aufzuhängen. Wir wollen etwas für die Bürger tun“, sagt er. Bis alles so weit ist, dass Buhr die Bewerbungsunterlagen abgeben kann, wird es aber noch eine Weile dauern. „Ich rechne damit, dass etwa drei bis vier Jahre ins Land gehen werden“, erklärt Buhr. Dann würde eine Jury nach Bückeburg kommen und über den Antrag entscheiden. „Wenn alles klappt und wir ausgezeichnet wurden, werden wir alle fünf Jahre von einer Jury überprüft“, sagt Buhr. Den politischen Beschluss über die Bewerbung gebe es bereits. „Wie hoch die finanziellen Mittel ausfallen werden, wissen wir noch nicht – wir müssen abwarten“, sagt Buhr.

Eine weitere Voraussetzung sei es, Veranstaltungen wie etwa das anstehende Sattelfest auszurichten. Michael Buhr will auf dem bereits fünften Sattelfest auch für sein Projekt werben. Neben ihm werden auch viele andere Institutionen und Firmen vertreten sein. Das Sattelfest findet diesmal am Sonntag, 6. Mai, auf dem Sabléplatz statt. „Rund um den Veranstaltungsort gibt es sieben Stunden lang Informationen rund um das Rad und die Bewegung sowie viele Aktionen zum Mitmachen für Jung und Alt“, erklärt die Fachgebietsleiterin für Wirtschaftsförderung, Tourismus und Kultur, Annika Tadge. Sie weist auf einige Highlights bei dem Fest hin. Das Sattelfest wird in diesem Jahr mit dem Radler-Gottesdienst der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde im Hubschraubermuseum eröffnet. Neben dem Herzstück des Aktionstages – dem 4. Bückeburger Volksradfahren –, an dem auf einer Strecke von 29 Kilometern Jung und Alt mitmachen kann, findet auf dem Marktplatz das Rahmenprogramm statt. Die Einrad-Kids vom TSV Krainhagen machen am Nachmittag eine kleine Vorführung vor dem Schlosstor.

Musikalisch begleitet wird die Veranstaltung von dem Duo „Dryklang“ mit Kontrabass und Akkordeon. „Außerdem wird ein Segway-Parcour aufgebaut, bei dem auch erstmalig E-Scooter ausprobiert werden können“, sagt Tadge. Zudem wartet auf dem Sattelfest für Schnäppchenjäger eine Versteigerung von Fundrädern. Das zuständige Amt räumt sein Lager und bietet Räder an, die mehr als sechs Monate lang aufbewahrt wurden. Rund 50 Räder kommen unter den Hammer.

Das absolute Highlight sei jedoch die „Cycle Wasch“ – eine Fahrradwaschanlage. „Die Fahrräder können hier innerhalb von drei bis fünf Minuten umweltfreundlich und gründlich gereinigt werden. Der aus der Fahrradwäsche erzielte Erlös wird für einen guten Zweck gespendet“, sagt Tadge. leo

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