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Stadt will weitere Kita-Gruppen einrichten

Bückeburg Stadt will weitere Kita-Gruppen einrichten

Die dramatische Veränderung des Bedarfs für Kindergarten- und Krippenplätze hat am Montagabend den Verwaltungsausschuss beschäftigt.

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Die Stadt will jetzt schnellstmöglich Gespräche über den Kauf der leer stehenden Blindow-Schule an der Hinüberstraße führen, um dort den dramatisch gestiegenen Bedarf an Krippen- und Kindertagesstättenplätzen zu decken. Der Krippen-Neubau am Straußweg wäre dann nicht mehr erforderlich.

Quelle: rc

Bückeburg. Einstimmig sprach sich das Gremium dafür aus, die Verhandlungen mit den Eigentümern zum Erwerb der leer stehenden Blindow-Schule an der Hinüberstraße fortzusetzen. Dadurch soll die Verwaltung in die Lage versetzt werden, „schnellstmöglich“, so Bürgermeister Reiner Brombach, den Bedarf von drei, wenn nicht gar vier Krippengruppen sowie von mindestens zwei zusätzlichen Kindergartengruppen decken zu können.

Der geplante Neubau einer Krippe am Straußweg kann noch gestoppt werden, obwohl bereits die Ausschreibungen laufen, so die Auskunft des Bürgermeisters. Brombach will sich noch in dieser Woche mit dem Eigentümer der Blindow-Schule zusammensetzten, um über den Erwerb der Immobilie zu verhandeln. Nach Informationen unserer Zeitung steht ein Kaufpreis von 1,6 Millionen Euro im Raum. Die Kosten für den Neubau am Straußweg waren in der Sitzung des Bau- und Umweltausschusses im April von Baubereichsleiter Jörg Klostermann mit 2,1 Millionen Euro beziffert worden.

CDU befürchtet ausufernde Kosten bei Neubau

Wie berichtet, hatte bereits die CDU-Fraktion in den jüngsten Sitzungen der zuständigen Fachausschüsse den Neubau am Straußweg auch „wegen der massiven Kostenexplosion“ in Frage gestellt und den Kauf der Immobilie an der Hinüberstraße in die Diskussion gebracht. Die Immobilie sei groß genug, der Erwerb samt der erforderlichen Umbauten preiswerter – auch im Hinblick auf die Betriebskosten.

In der vergangenen Woche war auch die Mehrheitsgruppe von SPD, Grünen und FDP von den Neubauplänen abgerückt und hatte sich nach intensiven Prüfungen durch Fachleute der Verwaltung ebenfalls für den Standort an der Hinüberstraße ausgesprochen (wir berichteten). Das Gebäude sei sowohl von der Gesamtfläche als auch dem Raumzuschnitt geeignet hinsichtlich des Platzbedarfes für Kita- und Krippenplätze. Auch für eine eigene Küche gebe es ausreichend Fläche. Ein schneller Umbau und damit eine zeitnahe Nutzung wäre möglich, hatte es in der entsprechenden Pressemitteilung der Mehrheit geheißen.

Auch der Bürgermeister erinnerte nach der Sitzung des Verwaltungsausschusses auf Anfrage unserer Zeitung, dass die neuen Krippen- und Kitaplätze schnellstmöglich geschaffen werden müssen, um den gesetzlichen Anspruch der Eltern erfüllen zu können. Das Platzangebot könne in der Blindow-Schule „voll befriedigt“ werden. Zudem sei das Gebäude groß genug, um weitere Kita- oder Kindergartengruppen einzurichten, sollte der Bedarf an Plätzen weiter steigen.

Bedarf Anfang April noch mit 40 Plätzen angegeben

Und das tut er offensichtlich: Der Bedarf an Krippenplätzen einschließlich Flüchtlingskindern ist den vergangenen Monaten auf rund 75 hochgeschnellt. Durch den Neubau am Straußweg können nur 55 Plätze in drei Gruppen geschaffen werden. Die Einrichtung einer vierten Krippengruppe wäre möglich, wenn der geplante Bewegungsraum von vorneherein als Gruppenraum genutzt werde. Der zusätzliche Bedarf an Kita-Plätzen wird derzeit ebenfalls mit 75 Plätzen oder drei, wenn nicht gar vier Gruppen beziffert, wie die Mehrheit in ihrer Pressemitteilung schreibt. Anfang April war der Bedarf von der Verwaltung im Ausschuss für Jugend und Familie noch mit circa 40 Plätzen angegeben worden. Damals war darüber nachgedacht worden, die beiden für die Bedarfsdeckung erforderlichen Gruppen in einem Container unterzubringen. rc

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